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Nach dem Crime Drama Dust to Dust (2023) die nächste Zusammenarbeit von Jonathan Li und Evan Chou; letzterer hier erstmals auch die Co-Regie neben Li übernommen, ansonsten für das Skript zuständig und Drehbuchautor seit 2013, den Einstieg mit Naked Ambition 2 (2014), eine Komödie für Louis Koo, welcher hier nun die Hauptrolle spielt und mit entscheidender Grund für das Vorhandensein des Filmes ist. Von durchschlagenden Erfolg und einer etwaigen Zehrung der Popularität durch Koo war das von auch malaiischen Geldgebern geförderte Projekt dabei nicht, dennoch ein Glauben von Li und Chou und Koo, dass die Hongkonger Filmindustrie auch die anhaltend Misere überstehen wird: 

Der jetzt wegen seiner Frau Kuan Weng Sam [ Chrissie Chau ] in Malaysia lebende Privatdetektiv Auyeung Wai Yip [ Louis Koo ] bekommt kurz hintereinander drei Aufträge. Er soll eine verschwundene Frau suchen, er soll Betty [ Renci Yeung ], die Mätresse eines Gangsters überwachen, und er soll für Kek Waai Meng [ Auguste Kwan ] herausfinden, ob dessen Freundin einen Geliebten hat, wobei Auyeung dabei das Foto seiner eigenen Partnerin als Anhaltspunkt gereicht bekommt. Währenddessen ermittelt der Detective Chen Meng [ Liu Kuan-Ting ] in einem Mordfall und bald in zweien, und auch Auyeung braucht bald doppelt Hilfe, von dem Kollegen Feeble [ Eddie Cheung ] und seinem Freund, dem kleinkriminellen Clawy [ Raymond Wong ].

Der Film kam in der schwächsten Phase der lokalen Filmbranche in die Kinos und spielte in den ersten Tagen lediglich etwa 1,8 Mio. HKD ein; etwas, dass Jonathan Li mit dem Zitat "Als ich im Jahre 2000 in die Branche einstieg, erlebte ich bereits einen schwierigen Winter. Ich glaube, die Filmindustrie wird auch diesen Winter überstehen, man sollte nicht so pessimistisch sein." beantwortete, während Evan Chou konterte, dass er immer nur mit schwierigen Zeiten zu kämpfen gehabt habe und gar nicht wisse, wie sich der Frühling anfühlt. Als positiver Faktor kann man immerhin erwähnen, dass der Film seinen Zuspruch bei den Kritikern hatte, allgemein wohlwollend aufgenommen wurde und auch seine Auszeichnungen erhielt.

Der Dreh im Ausland tut dem Film dabei gut, werden andere Sets und Settings entwickelt und erkundet, die Multikultur des Landes porträtiert und mit eingebunden in die Geschichte, neue Gegenden und Menschen in der Szenerie, die Einbindung in die Handlung, ein Privatdetektiv beim Ermitteln und Observieren. Ein Mann wird gleich verfolgt, die Spur und Fährte aufgenommen, ein Auskundschaften und eine Erkundung, eine berufliche und seine Erzählung. Ein Voice Over wird eingestreut, das Business schwierig, die Kunden und die Aufträge und die Detektivarbeit und allgemein, die alten Kunden zahlen nicht und verweigern sich und neue gestalten sich als aufwändig und schwierig. Ein P.I. hier in und unter Beobachtung, die ersten Nachfragen und fehlende Antworten, ein Beziehungsstreit als Auslöser für ein Verschwinden, eine Agentur angekündigt, aber nur ein Ein-Mann-Betrieb, zwei Fälle auch zum Preis für Zwei, keine Ausnahme gemacht und keinen Rabatt. Eine persönliche Schilderung wird hier angestrebt, ein mysteriöses Geschehen, ein brutaler Mord durch Erwürgen auch bald in der Erzählung, ein Tatort außerhalb der Stadt und eine Übereinstimmung von Vermissten und Gefundenen. 

Mehrere Figuren sind hier wichtig und entscheidend und müssen sich hervorspielen und bewähren, ein Polizist mit in der Szenerie, eine Lebensgefährtin, eine Anfrage aus der Unterwelt, der 'Sherlock' für Arme hier, das Behind The Shadows. Koo spielt das locker und amüsant, eine beschäftigte Erscheinung, viel "Adultery" - Geschehen, einige Zufälle und zunehmende Verwicklungen. Lakonisch ist das gehandhabt, ein Kriminalfilm, sich überschneidende Fälle und Plotstränge, eine Suche nach sich selber auch, ein asiatischer Neo Noir. Um Wissen geht es hier und Erfahrungen und Gewissen, ständig auf der Lauer und ständig in Habachtstellung, die Inszenierung dessen flüssig im Stil, mit Hinweisen und Erweiterungen und Entwicklungen und Verbreiterungen. Zuweilen erinnert man etwas an die beiden The Detective - Filme aus den frühen Zehnerjahren, oder an A Witness Out of The Blue (2019), es wird erst leicht geraunt und dann auch mal lauter und intensiver, ein Dilemma aufgemacht und der Umgang damit, die Personen manchmal Randerscheinungen des eigenen Lebens. Kundenkontakt wird gemacht und das der Klientel auch, den Job seit 20 Jahren gemacht und alles gesehen schon scheinbar und alles erlaubt auch, ebenso scheinbar, hier ein neues Kapitel aufgemacht und die zunehmenden Verstrickungen. Hilfreich sind dabei visuelle Hinweise und ein langsamer Gang, keine Eile gezeigt und keinen Drang, es wird nach Tagen oft bezahlt und auch so gehandelt und agiert, es werden Fallen gestellt und Anrufe getätigt und angenommen, mehrere Erscheinungen hier. Der Zuschauer weiß dabei oft so viel wie die Hauptfigur hier, manchmal sieht und erfährt er etwas mehr, bald eine private und berufliche Überschneidung und Anspannung, die Interessenlage verzwackt, ein Disput ausbrechend, eine emotionale Eruption.

Das ist gut gespielt und überzeugend gefilmt, es erweckt beizeiten eigenes Interesse, es hat nachvollziehbare Aktionen auch und erhebt sich aus dem kriminellen Genre und seine Bezügen heraus, es geht gleichzeitig in das Intime und die Öffentlichkeit hinaus. Gedreht in Kuala Lumpur und näherer und weiterer Umgebung, mit mehreren schwierigen Szenen gehalten und langsamen Einstellungen, mit zur Schau getragenen Gefühlen, einer schmerzhaften Auseinandersetzung auf dem Highway, es geht um Beziehungen und Einsamkeiten, es werden Wahrheiten entdeckt und Lügen. Ein sich verbindendes Geflecht, ein Spannungsfeld am Aufbauen, ein Thriller in der Entwicklung.

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