Verlassen und verfallen ist das Dorf, in dem Urs mit seiner alten Mutter ein karges Leben führt. Als er die letzte Ziege tot vorfindet, trifft er gegen den Willen der Mutter eine folgenschwere Entscheidung.
Ein von der Filmakademie Baden Württemberg geförderter Animationsfilm, der berührt und zu Herzen geht, besonders, wenn man eine bereits alte Mutter hat (oder bedauerlicherweise hatte).
Es ist süß und herzig, wie Urs das Brot mit seiner Mutter teilt, er die Kante isst und ihr das weiche Innere überlässt, damit sie besser kauen kann. Hab ich auch schon oft mit meiner Mom gemacht.
Vielleicht hat mich der Film auch deshalb so emotional bewegt, weil ich jeden Moment fühlen konnte, Ähnlichkeiten erkannt habe. Einen alten Menschen zu entwurzeln ist nie leicht und kann für den alten Menschen gar einer Katastrophe gleichkommen. Das zeigt dieser Film auf einfühlsame, doch gleichzeitig eindringliche Weise.
Die Figuren wirken ein wenig gewöhnungsbedürftig, haben aber einen eigenen, einprägsamen und vor allem gelungenen Stil. Dialoge gibt es keine, dafür aber schöne und passende Musik.
Ergreifender Kurzfilm um Liebe, besseres Leben und die Wurzeln, die man irgendwann im Alter einfach schlägt. Herzig, tragisch, schön. Kann Taschentücher erfordern, ohne tränendrüsig zu sein.