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Genau 30 Jahre ist der erste SCREAM jetzt her. Einige Höhen und Tiefen, eine TV-Adaption und ein Reboot später übernimmt nun erstmals Franchise-Erfinder Kevin Williamson die Regie. Erfolgsdrehbuchautor Williamson (u. a. I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER, THE FACULTY) hatte 1999 mit TEACHING MRS TINGLE seinen bislang einzigen Film selbst inszeniert und diesen völlig in den Sand gesetzt. SCREAM 7 ist sein zweiter Film und er ist überraschenderweise einer der besten des Franchises. 

In Zeiten, in denen so gut wie jeder Horrorfilm mit einem durchgängigen Augenzwinkern arbeitet, fährt Williamson die Metaebene, die SCREAM so erfolgreich ins Genre einzog, nach dem Intro etwas zurück und bringt wieder echte Bedrohung in die Reihe. Denn Ghostface metzelt sich hier ohne Rücksicht auf Verluste durch die Besetzung, einige Male sogar erstaunlich splattrig (allerdings ist nichts so gruselig wie das durch operative Eingriffe entstellte Gesicht von Courtney Cox). 

Der Film funktioniert in weiten Teilen auch einfach nur als solider Slasher mit richtig spannenden Szenen und gut sitzenden Jumpscares. Sicher, die Querverbindungen zu den bisherigen SCREAM-Teilen müssen ebenso sein wie einige Cameos, die hier aber zumindest mal halbwegs clever in die Handlung eingewoben werden. Wie jeder Slasher leidet auch dieser Film an den üblichen Logiklücken und Unsinnigkeiten, die man als Fan aber gerne mal wegsteckt, so lange Spannung und Kills stimmen – was hier der Fall ist. Und klar, die Killer-Enthüllung am Ende ist natürlich wie immer komplett an den Haaren herbeigezogen. 

Aber bis dahin liefert der Film knapp zwei Stunden lang spannende und kurzweilige Unterhaltung, was man nicht von vielen siebten Teilen eines Franchises sagen kann. 

6.5/10

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