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Eine einzige Perle im Arbeitszimmer ihres Großvaters entfacht das Interesse eines Mädchens und so erzählt der alte Herr ihr per Rückblende die Geschichte hinter der kleinen Kostbarkeit. Vor langer Zeit lebte der Erzähler in ärmlichen Verhältnissen und gelang erst an eine, dann an mehrere dieser Perlen. Und wie der Titel des von Chris Lavis und Maciek Szczerbowski inszenierte Kurzfilm preisgibt, stammen diese von einer jungen Dame. 


„La jeune fille qui pleurait des perles“ erzählt von Verzweiflung, Zuneigung und von dem Verderben, welches sich durch das Verlangen den Weg in die Figuren bahnt. Der Kern der Geschichte ist nicht neu, eine bekannte Moral, die hier einen märchenhaften Anstrich bekommt. Und in einer zwiespältigen Optik daherkommt. Ausgestattet ist dieser Stop-Motion-Film exzellent und bietet detailreiche Sets und technisch eine ansprechende Umsetzung. Mit den Figuren und insbesondere den Gesichtern werde ich aber nicht warm. Die Ausdruckslosigkeit ist beabsichtigt, macht den Konsum aber auch sperrig. Die Botschaft der Fabel bleibt jedoch intakt und so man diese wohl auch schon oft vorgesetzt bekommen hat, so vermitteln die Macher diese hier immerhin visuell interessant. Trotz der befremdlichen Gesichter. 

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