Ein Steinzeitmensch betritt eine Höhle, angezogen von seltsamen Geräuschen. Die Leichen, die davor aufgehängt sind, schrecken ihn nicht. Was er findet, bestärkt nur seine Neugier.
DUST ist eine kleines Studio, das Science-Fiction-Kurzfilme produziert. Nach eigener Aussage erforschen sie die Zukunft der Menschheit aus der Perspektive von Wissenschaft und Technologie. Ihre Kurzfilme sind auf jeden Fall technisch hochwertig produziert und optisch absolut kinotauglich.
So auch Arzok, der zunächst sehr bodenständig irgendwo im Dschungel in Steinzeit (grob geschätzt) beginnt. Da es sich um Sci-Fi handelt, bleibt es natürlich nicht dabei. Und bei Kurzfilmen gern gesehen, er kommt ohne Sprache aus.
Die Stimmung des Films fesselt recht schnell und sobald es in die Höhle geht, wird es sogar atmosphärisch unheimlich, was dann in einer kurzen, aber nicht zu harten Splattersequenz kulminiert. Dass Arzok, wie vermutlich die ansonsten namenlose Figur heißen wird, einen starken Entdeckertrieb in sich birgt, zeigt ich im Finale, das zunächst kurz und unvermittelt kommt, nach der Titeleinblendung aber noch einen entscheidenden Twist in petto hat.
Der Film ist kurzweilig, hält mit der dünnen Geschichte locker bei der Stange und ist optisch erwartungsgemäß so gut, dass er sich vor Kinofilmen nicht verstecken muss. Er wird übrigens auch im entsprechend breiten Format gezeigt.
Das ist Profiarbeit, spannend, auf den Punkt, gut. Und ordentlich gespielt.