Vom Regen in die Schlaufe
Ich bin ein einfacher Mann. Ich sehe einen neuen Noir Thriller mit Maika Monroe und drücke Play. „In Cold Light“ erinnert dabei etwas an Refn-light und erzählt von einer drogenabhängigen Frau, die kurz nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen wurde noch viel tiefer in den Strudel der Scheisse gerät, wenn sie in einen Mord verwickelt wird und durch die Unterwelt flüchten muss…
„In Cold Light“ zieht im Grunde nur an. Und geht doch nur abwärts. Es wird schlimmer und dunkler und böser. Hoffnungsschimmer ade. Eine Hatz durch die Nacht. Ob das jetzt von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens oder über Wochen spielt macht keinen spürbaren Unterschied. Atempausen gibt’s kaum. Charakterentwicklung allerdings auch recht wenig. Trotzdem tragen elegante Optik, pulsierender Score und intensive Darstellungen über viel inhaltliche Schwäche. Wer also schon immer mal Maika Monroe durch das Schwarz hetzen sehen wollte, ohne allzu realistischen Ausweg, der ist hier genau richtig. Stylisch, hart, simpel. Warum das Ganze? Ist das wirklich spannend? Was war das Ziel? Wer weiß. Trotzdem ist „In Cold Light“ in seinem Moment jederzeit packend und atemlos.
Fazit: Schauspielerisch intensiver Unterweltthriller. Körnig und kalt. Bringt inhaltlich jetzt aber nichts Neues an den Tisch voller Drogen, Gesocks und Abgründe. Trotzdem durchaus mit Sogwirkung und Interesse verfolgt.