Andrej Tarkowskijs Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stanislaw Lem ist sehr ruhig und ungemein philosophisch erzählt. Mit der Ankunft auf der Raumstation nimmt der Film an Spannung zu, besticht aber weiterhin in erster Linie durch seine sehr ruhige Bildsprache. Dabei erinnert der Film in seiner Machart - insbesondere atmosphärisch - unweigerlich auch an Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum". Doch Tarkowskijs "Solaris" ist tatsächlich auch selbst ein Klassiker des Genres, der jedoch im europäischen Raum viel zu wenig Beachtung gefunden hat. - Intelligenter und äußerst anspruchsvoller Science-Fiction-Trip mit philosophischem Unterbau. Und deutlich intensiver als das 2002er Remake von Steven Soderbergh ("Solaris").