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Musikkenner werden den Titel von Mickey Reeces Film gleich in den 60ern verorten: The Velvet Underground, Venus in Furs. 

Doch im zweiten Teil von Reeces Trilogie weiblich geprägter Subversionen des Horrorgenres erwarten den Zuschauer keine SM-Praktiken, STRIKE ist wie der darauffolgende AGNES eine Dämonengeschichte: David und Madeline, frisch verheiratet, übernehmen ein altes Hotel. Hergerichtet wird es von einer Familienbande, den Gebrüdern Risotto. Mickey Reece persönlich spielt deren Wortführer John Risotto, der jüngste Risotto verguckt sich in Madeleine, dann kommt Madeleines Mutter Dianne zu Besuch. Und mit ihr, wie es in der offiziellen Synopsis heißt, ein „ungebetener Gast“ – der erwähnte Dämon. 

Das ist kein Spoiler, denn Reeces Filme sind nicht auf Twists oder Effekte hin inszeniert, auch hier wird vor allem geredet, mehr noch als in seinen anderen Filmen in einer tonlosen und unemotionalen Art, die an die frühen Filme von Yorgos Lanthimos erinnern. Das ist Low-Budget-Filmemachen mit Theaterambiente. Das muss man fühlen – oder eben nicht. 

Auch wenn Reece ein Auge für interessante Visuals hat, fehlt es ihm doch an Budget, diese wirklich eindrucksvoll zu gestalten. Rein von den Schau- und Unterhaltungswerten ist STRIKE der unergiebigste der drei Filme. Allerdings mit nur 71 Minuten auch der kürzeste.

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