Review

Cleavon Bacon , der Bruder von Buddy Bacon ( siehe " Slaughterhouse 1 " ) , wohnt mit seinem zurückgebliebenen und schweigsamen Sohn in einem verlotterten " Automuseum " in der Nähe der texanischen Stadt Campo . Die beiden leben ganz gut von dem Verkauf des " Wonder Jerky " , eines Trockenfleisches , dessen Hauptzutat ( Wer hätte das geahnt !?! ) Menschenfleisch ist . Doch als ein Immobilienmakler sein Land aufkaufen will um dort einen Golfplatz zu errichten , sieht sich Cleavon plötzlich mit einem großen Problem konfrontiert . Also organisiert er das Konzert einer Death Metal Band auf seinem Gelände ( Warum ? Keine Ahnung . ) . Bevor dieses stattfinden kann , müssen aber noch ein paar Leutchen ins Gras beißen ... 

Man soll sich im Leben ja Ziele setzen . 
Ich hatte mir letztens das Kurzzeitziel gesetzt vier verspätete Horror Sequels , die Jahrzehnte nach den Originalen entstanden , zu Gemüte zu führen oder besser gesagt anzutun . Nämlich ´Hobgoblins 2´ , ´Mutilator 2´ , ´Sorority Babes in the Slimeball Bowl-O-Rama 2´ und ´Slaughterhouse 2´ . Denn scheinbar hatten sich auch die Originalregisseure jener Filme ( bis auf ´Sorority Babes 2´ , der ist von einer anderen Regisseurin ) nach Ende ihrer Karriere noch mal vorgenommen ihre Lebensziele zu erreichen und ihren einzigen halbwegs bekannten Filmen eine Fortsetzung zu spendieren . 
Wie es scheint habe ich mir dabei das Lowlight zum Schluss aufgehoben , denn in ´Slaughterhouse 2´ ist eigentlich alles schrecklich oder besser gesagt peinlich . 
Das beginnt bei dem hölzernen , fast schon steinernen Spiel der Darsteller ( von den Hauptfiguren bis zu den Statisten ) über die lächerlich einfältigen " Dialoge " ( garantiert komplett improvisiert ) , die vollkommen fehlenden Figurenzeichnungen und Figurenentwicklungen , den Mangel an Spannung und Atmosphäre , das besagte Konzert einer Death Metal Band mit höchstens 10 Zuschauern bis hin zu Endgag 1 und Endgag Nummer 2 . 
Spannung ist natürlich null vorhanden , wenn immer genau ein Pärchen ( mal zwei Drogenschmuggler , mal zwei Freundinnen , mal zwei Vermessungsingenieure , dann wieder zwei Freundinnen usw. ) mehr oder minder sichtbar von Söhnchen & Möchtegern Leatherface Bacon erwischt und in der nächsten Szene bereits Fleischstückchen von ihnen im hauseigenen Keller ( inklusive "Texas Kettensägen Massaker" Poster an der Wand ) in irgendeiner Maschine zerquetscht werden .
Roesslers´ Humor kann man derweil nur als sehr " Wonder Jerky " fixiert bezeichnen , wenn eine Frau einen Fingernagel im " Wonder Jerky " entdeckt und genüsslich weiter isst , Cleavon ständig zum tollen " Wonder Jerky " Rezept gratuliert wird oder ein paar Kinder sich vor Freude schreiend auf eine Packung " Wonder Jerky " stürzen . Gähn ! 
Alles in allem ist der Film ein Desaster , über das es sich nicht einmal weiter zu schreiben lohnt. Da kann auch der Auftritt von Sherry Leigh , die im ersten Teil das Final Girl verkörperte , nichts retten . 
Manche Leute sollten ihre Lebensziele vielleicht besser nicht erreichen und auch ich hätte mir mein Kurzzeitziel besser sparen sollen . 
Selten hätte ich mir ein Review eigentlich so sehr sparen können , wenn ich einfach nur EIN Wort geschrieben hätte : PEINLICH !

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