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Der Musiker John Russell (George C. Scott) zieht nach dem plötzlichen Unfalltod seiner Frau (Jean Marsh) und seiner Tochter (Michelle Martin) in ein abgelegenes altes Landhaus, um sich ganz seiner Musik zu widmen. Doch unerklärliche Geschehnisse veranlassen ihn, Nachforschungen über die früheren Besitzer anzustellen. Es scheint, als suche ein ruheloser Geist Kontakt zu ihm…

Peter Medaks simpel gebauter Spukfilm klappert die üblichen Poltergeist-Aktivitäten und Vergangenheits-Enthüllungen routiniert ab, ohne den altbekannten Mustern neue Seiten abgewinnen zu können. Die zugrunde liegende Vorstellung, dass unermessliches Leid in der Vergangenheit durch hartnäckige Detektivarbeit in der Gegenwart getilgt werden könnte, bleibt enttäuschend einfältig. Die menschliche Tragödie, der Russell allmählich auf die Spur kommt, wird zur bloßen Ehrlosigkeit verkürzt, die mit der Aufdeckung und Bloßstellung als ausgeglichen gilt. Eine emotional überzeugende Sühne bleibt aus, sodass der herkömmlich inszenierte Film letztlich nicht mehr als einfallslosen und naiven Budenzauber anzubieten hat.

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