Ein Musiker (Pianist, Dirigent, Komponist und Dozent, Hut ab!) verliert Frau und Tochter bei einem Unfall und zieht darauf hin in ein entlegenes Landhaus. Bald passiert Unerklärliches und da Künstler anscheinend sofort bereitwillig an Übernatürliches glauben, wird eine Séance abgehalten, die den Protagonisten auf die Spur einer Tragödie bringt, die weit in der Vergangenheit liegt.
Man merkt "The Changeling" an, dass er nach "The Amitiville Horror", "The Shining", "The Haunting" und "The Old Dark House" entstand. Es ist, als habe man sich aller Gemeinplätze des Gruselgenres bedient, Schlüsselszenen aus obigen Filmen entnommen, das ganze kräftig geschüttelt und dann das Drehbuch als Ergebnis bekommen.
Vom ersten Moment an kommt einem "The Changeling" bekannt vor und man bemerkt früh, dass man es mit einer simplen und uninspirierten Aneinanderreihung von Versatzstücken diverser Grusler zu tun hat. Es ist aber auch wirklich alles da: das alte leerstehende Haus, die komische Alte, die familiäre Tragödie, die Leiche im Keller und ja, sogar das geheimnisvolle Zimmer auf dem Dachboden, das bereits im neunzehnten Jahrhundert die Leute zum Gähnen brachte, wird ein weiteres Mal bemüht.
Hinzu kommt, dass der Regisseur scheinbar auch nur die geringste Innovation gescheut hat und 1980 wohl einen Film wie aus dem Jahre 1950 drehen wollte. Während man sich inhaltlich also kräftig bei klassischen Horrorfilmen bediente, so hat man zeitgleich versäumt, sich auch bei der Umsetzung etwas Inspiration zu holen.
Fazit: Langweiler, der nach der Hälfte der Laufzeit bereits sein zusammengeklautes Pulver versprüht hat und sodann erfolglos in so etwas Ähnliches wie einen Politthriller abzudriften versucht.