Review

"It’s got to hit me in the gut. If it doesn’t hit me in the gut, and I’m not feeling it, I’m just not in. I probably have passed on things I shouldn’t of. But it really has to have an emotional hook to me. I come from the stunt world, I come from the action world. I can build action, but building heart, that has to be an organic thing that’s in the DNA of the story that you’re going to tell. And also, what is the controversial subject matter, or what is the relatable subject matter that makes it feel real to us, that we understand what this character is going through?"

"This one came from Jason Statham himself. He had called me, which was such a great call to get about this passion project that meant a lot to him. The minute I read it, I knew it was going to give audiences, especially his fan base, something brand new. You’re going to get your cake and eat it too. You’re going to get a big action ride and love the action star that we love and admire. But you’re going to see a tour de force performance and a character that is reminiscent of the great anti-heroes of “Shane” from the 1950s to Creasy in “Man on Fire,” Jean Reno in “Léon: The Professional.” These people that have dealt with a dark shadow in their past and have dealt with trauma and different issues and put themselves into a form of exile, which I loved about this movie, what it had to say. How we can all do that to ourselves and put ourselves into any form of our own exile."

~ Ric Roman Waugh

Von Punch Palace Productions, Cinemachine und Stampede Ventures produzierter und Black Bear Pictures distribuierter Actionthriller mit Jason Statham, wie zuvor dessen A Working Man (schlechter: 2025) und The Beekeeper (besser: 2024) im bevorzugten ersten Drittel des Jahres veröffentlicht, diesmal aber mit deutlich geringerem Zuspruch des Kinopublikums und dies angesichts dann schmerzhaften Budgets von 50 Mio. USD gehalten; der zweite Misserfolg von Regisseur Ric Roman Waugh auch nach Greenland 2, der ebenso im Januar 2026 keine oder nicht genug Zuschauer in die Lichtspielstätten locken konnte. Ein kurzes Momentum gerade nach den Werken von David Ayer konnte man folgerichtig nicht nutzen, der Schauspieler durchaus weiterhin gefragt bei den Produzenten und bereits mit weiteren Projekten am Start, dies neben Gerard Butler und vielleicht noch Mark Wahlberg mit als Einziger im Genrebereich vermehrt und auch mit soliden Ergebnissen tätig:

Der ehemals für die Regierung im Auftrag von Stephen Manafort [ Bill Nighy ] tätige Michael Mason [ Jason Statham ], ein Ex-Agent der Black Kites, eines Elite-Killerteams, lebt mit seinem Hund auf einer Insel vor der schottischen Küste. Vorräte erhält er jede Woche von einem früheren Soldatenkollegen und dessen Nichte Jessie [ Bodhi Rae Breathnach ], einem 13jährigen Mädchen, das um den Verlust ihrer Mutter trauert und zunehmend frustriert über seinen Respektmangel und seine Zurückgezogenheit ist. Eines Tages wird die Observationsabteilung von MI6, geführt durch Manaforts Assistentin und Interimsnachfolgerin Roberta Frost [ Naomi Ackie ] auf Mason aufmerksam. Ein Spezialteam wird entsandt.

Geschrieben von Ward Perry, einem Neuling in der Materie, die Geschichte bzw. deren Prämisse in einem Satz zusammenfassend, der berühmte Bierdeckel-Plot, auch für theoretisch andere Projekte des Stars und seiner Marke, der Statham-Filme wie den angekündigten The Beekeeper 2 oder weitere potentielle Fortsetzungen ausreichend und wirksam. Die Mär von dem einsilbigen Einsiedler, der abgeschottet vor sich hin lebt und damit auch zufrieden und glücklich ist und auch aus guten Gründen isoliert haust, da ansonsten die Vergangenheit grüßt. Hier auch der Anti-Held, der sich erst um Hilfe bitten und betteln lässt und dann umso energischer verteidigt und letztlich auch in den groben Angriffsmodus übergeht. Nichts Neues an der Front demnach, die Laufzeit dafür mit 105 Minuten gut gesetzt und eher lang gezogen, das Porträt erst des Menschen und seiner Umgebung, von Regisseur Waugh immerhin mit kräftigen, wenn auch düsteren Bilder dargelegt, ein Kampf erst gegen Wind und Wetter, die See stürmisch und das Land- und Inselleben rau, ein Hund nur als Begleiter, von den Menschen abgetrennt und mit Absicht in sich und auf einem überschaubaren Fixpunkt zurückgekehrt. Ein Leuchtturm als Ausguck, eine kleine Hütte am Strand als Empfangsort, der Proviant von außen regelmäßig dargebracht, aber im Grunde auch ohne willkürlichen, da nur mit Sichtkontakt. Die übliche Statham-Persona, der Mann spielt dies im Grunde sicher und wie von selbst, seit Jahren diese Figuren verkörpernd, wenn überhaupt nur mit dem Hunde und mit sich selber redend, das Schachspiel auch mit sich selber vorzeitig beendend.

Der Score bespielt das sinister, dräuend, später dröhnend, bei der Ankunft des Kindes werden auch Fetzen von Kommunikation gereicht, kurze Hauptsätze und ebensolche Gestiken, so karg wie die Insel und das Heim des Menschen. Die ersten Bilder fast wie von Greenland 2, ein Sturm zieht auf, die wilde See tobt und rauscht, der Kampf der Natur gegen den Menschen, eine Rettungsaktion erforderlich und dies auch dringend und zwingend, ein Handeln ohne Zögern und Nachzudenken, die ersten Toten Opfer des Klimas und der Gewalten. Zweckdienlich wird das formuliert und gespielt und bespielt, einige leise Töne versucht, das Mädchen bemüht sich, der Hauptdarsteller macht das Übliche, dafür wird er bezahlt und dafür wird er gesehen und gebucht, die einfachen Handlungen, das Wortkarge, das Körperliche, das Rustikale, das Maskuline, die dann entscheidende Gegenwehr. Wie auch in den letzten Arbeiten von Ayer braucht es hier erstmal einen Grund für die Aktion, mal Rächer der Enterbten, mal Schutzschild der Gesellschaft, hier nun die Funktion als Ersatz- und Ziehvater à la Safe - Todsicher (besser: 2012), nur länger und mit weniger Druck, Überraschung und Kreativität, vorher noch die Annäherung, das Wecken von Gefühlen, das Obsolete, auch mal ein Lächeln spendiert und tatsächlich etwas Menschlichkeit, gerade in Verbindung mit dem vierpfotigen, befellten Haustier geliefert. Der Rest wirkt eher konstruiert.

Nach einer halben Stunde geht es dann notgedrungen hinaus in die Zivilisation und rein in die Erweiterung des Geschehens, werden einige Hintergründe aufgeworfen und die Antagonisten eingeführt, "We both know the whole thing's a circus, just without the entertainment value.", hier dann zum Glück doch mit dem Unterhaltungsfaktor, zumindest wenn es an das Eingemachte geht. Etwas Politik wird eingewebt, etwas Spionage, etwas Geheimdienstklüngelei, grau auch da die Gestaltung, kein richtiges Licht vorhanden, von der Sonne ganz zu schweigen, dafür dann der Einfall der Außenstehenden, der Gefährlichkeit, der Feinde von früher und der Bedroher von heute. Ein Assault Team wird auf die Insel beordert, "Weapons free. Kill target on sight.", die Fallen schon gestellt, die Verteidigung längst vorbereitet. Einmal gestartet hat der Film auch durchaus seinen Lauf, werden Gegner mit der Leuchtpistole in Brand gesetzt, mit dem Messer erledigt und von Klippen gestürzt, aufgespießt und aufgehangen, sich warmgelaufen und gesteigert. Gedreht auf Irland und den UK lautet erst Flucht und Verfolgung die Devise, die Gegenden ausgemergelt wie die Figuren, eine einfache Struktur, ein Elimierungsprozess, zuweilen an Waughs Vorgänger Angel Has Fallen (besser: 2019) erinnernd. Scharfschützen nehmen eine Farm unter Beschuss und auch die Polizei davor stehend und im Eingreifen befindlich, ein zerstörerisches Störfeuer, etwas Glas- und Blechschäden bei einer Autojagd querfeldein, das off the grid - Geschehen. "If you're handle your end, I'll handle mine.", Nahkämpfe sind ähnlich stabil gehalten, viel mit Hieb-und Stichwerkzeugen involviert, kurze Attacken und ebensolche Reaktionen, dazu eine Auseinandersetzung mit einem Rogue Team in einem Londoner Club, eher standardisiert choreografiert und inszeniert, nie richtig durchstartend und nie richtig mitreißend, nicht explizit der Rede wert. 







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