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Das Regiedebüt der hierzulande weniger bekannten japanischen Comedian Yuriyan Retriever ist eine Horror-Komödie, die als augenzwinkernde Hommage an die J-Horror-Filme der 2000er startet und diese komödiantisch mit Themen wie Mobbing, Liebe und Stalking verbindet. Zunächst punktet der Film mit erzählerischen Kniffen und überraschenden Wendungen, wechselt jedoch mehrfach die Hauptfiguren, wodurch eine Identifikation erschwert wird, was sicherlich beabsichtigt ist. Der Horror bleibt unspannend, aber zumindest kurzfristig unterhaltsam. Der auf Skurrilität und „Cringe“ setzende, dabei harmlose und über der Gürtellinie bleibende Humor wird zunehmend präsenter, sodass jeder Rest an Grusel verloren geht. Die kreativen Ansätze in einem ansonsten auserzählten Genre sind willkommen, doch wirken die Tonalitätswechsel unausgereift. Witzigkeit und Spannung köcheln auf Sparflamme, während der Drive bald verloren geht.

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