Review

Seinen zweiten und leider auch letzten Auftritt als James Bond hat Timothy Dalton im sechzehnten Leinwandabenteuer "Lizenz zum Töten". Die Story nimmt wieder einmal Bezug auf frühere Bondfilme (Bond war verheiratet, Felix Leiter spielt eine entscheidende Rolle) und gibt der Serie außerdem frischen Wind, denn Bond ist dieses Mal auf einem persönlichem Rachefeldzug. Dadurch weicht man zwar von der "üblichen" Story ab, mir hat dies aber gerade gut gefallen. Bond zeigt sich hier mit ungewohnter Härte und absolut kompromisslos und macht von seiner Doppelnull mehr als einmal gebrauch, obwohl sie ihm entzogen wurde. Dadurch sind für einen Bondfilm ziemlich brutale Szenen enthalten.

Die Schauspieler machen ihre Sache hervorragend. Passend fand ich auch die Partnerin, die man Bond zur Seite gestellt hat. Dadurch bleibt auch ein wenig Humor erhalten. Obwohl Bond dieses Mal nicht für den Secret Service arbeitet, ist Q wieder mit dabei und stattet 007 erneut hervorragend aus. Im Gegenteil: Q hat in diesem Streifen eine ungewohnt umfangreiche Rolle (dies meine ich aber positiv).

Selbstverständlich hat man sich beim Bau der Kulissen wieder große Mühe gegeben und auch die Actionszenen können sich sehen lassen. Die Story ist sehr spannend und temporeich umgesetzt. Wer Bond einmal ein wenig anders erleben möchte, sollte diesen Streifen auf keinen Fall verpassen. Möglichst sollte man sich die r-rated Fassung ansehen, allerdings ist auch die leicht geschnittene Fassung (auf Video oder im Fernsehen) durchaus noch ansehbar.
verdiente 8 Punkte

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