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Mit “Lizenz zum Töten” ist den Produzenten und dem Regisseur damals endlich gelungen, einen James-Bond-Film zu drehen, der absolut nichts mehr mit den eigentlichen Geschehnissen und der Figur des smarten, britischen Geheimagenten des Secret Service gemein hat. Bei beinahe jedem James-Bond-Fan dürfte dieses Filmchen in der Rangliste der „guten Bonds“ ganz unten deklariert sein.
Bei diesem Film ist einfach nichts mehr, was einen richtigen James Bond eben ausmacht. Das fängt mit dem Hauptdarsteller Timothy Dalton schon an, der meiner Meinung nach eine absolute Fehlbesetzung war. Sind bei dem derzeitigen 007 Pierce Brosnan noch Ansätze zu erkennen, einem James Bond wie einst Connery oder Moore nachzueifern, so ist Dalton in diesem Film nichts weiter als ein normaler 08/15 Actionheld von vielen. Schnelle Autos, exotische Schauplätze, fiese Gegenspieler, tolle Tricks und mindestens ein Dutzend hübscher Frauen, all das sucht man bei „Lizenz Zum Töten“ vergeblich...der „Funke“ will nicht so recht überspringen. Die Handlung plätschert lieblos vor sich hin und bietet wenig neues. Als dann 007 total Bond-untypisch von seinem Vorgesetzten M in der Öffentlichkeit zurechtgewiesen wird, kündigt er seinen Job und muss auch noch um seine Waffe zu behalten M’s Leibwächter außer Gefecht setzten...das Technikgenie Q taucht plötzlich auf und hilft 007 als Chauffeur und Spitzel aus...und um allem noch die Krone aufzusetzen sind die Actionszenen sehr rar gesät und ohne viel technische Raffinesse, genau das eben was einen Bond unter anderem ausmacht. Kurz gesagt, wer mit diesem Film einen normalen Bond erwartet (Und wer tut das nicht wenn er einen Bond-Film ansieht), der wird sehr enttäuscht sein. Alle anderen könnten Gefallen finden an dem Actionfilmchen, ist doch 007 diesmal ein cooler Actionheld der seine Rachegelüste voll ausspielen kann, dies auch noch ungewöhnlich brutal in Szene gesetzt für einen James Bond.

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