Vier Freunde , deren Namen ich mir nicht merken konnte , sind mit ihrem Auto unterwegs in die großen Ferien . Doch obwohl sie noch von einem Sheriff davor gewarnt werden , biegen sie in einen Waldweg ein , auf dem sie sich prompt verfahren . Schließlich kommen sie zu einem verfallenen Gebäude , das von Torgo , einem merkwürdigen Typ mit Bart , Hut , krummen Beinen und einem Stock mit einer metallenen Hand darauf , verwaltet wird . Obwohl sich Torgo dagegen wehrt , weil " The Master " und " Debbie " es nicht gutheißen würden , quartieren sich die vier Leute in dem alten Haus ein . Zwei von ihnen sollen sich erst einmal ausruhen , die anderen beiden wollen Hilfe holen . Aber im Wald treffen sie auf eine Gruppe von ( nicht gerade sehr nymphenhaften ) Teufelsbräuten ...
" Manos , the Hands of Fate Teil 2 "
Ja , richtig gelesen !
Bei " Manos returns " handelt es sich tatsächlich um eine Fortsetzung des ´Klassikers´ " Manos , the hands of Fate " von 1966 , der , geadelt durch eine Verarschung bei " Mystery Science Theater 3000 " , zum Kultfilm erhoben wurde und als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten gilt .
Und in diesem geistigen Sinne wollte man wohl auch weitermachen , doch besitzt heutige Inkompetenz eben weit weniger Charme als frühere Inkompetenz . Denn in der Fortsetzung ist man sich mal wieder bewusst , dass der erste Teil nur wegen seiner schlechten Eigenschaften bekannt wurde , und versucht selbstredend diese nachzuahmen , weil man natürlich nicht versteht , dass so ein Humor höchstens dann komisch ist , wenn er unfreiwillig entsteht - wenn überhaupt .
Ich bezweifle aber , dass man sich viel Mühe geben musste einen extra schlechten Film zu drehen - das geschah schon ganz von alleine . Denn die Schauspieler sind natürlich grottig und teils ziemlich billig , gedreht wurde sicher ohne Drehbuch und nur mit dem Original als Schablone , Geschichte und Spannung sind daher kaum vorhanden , dafür versucht man sich vergeblich in Metabemerkungen a la "Scream" , die in keiner Sekunde zünden . Da schleicht man durch den Wald oder durch das Haus , sieht mal die teuflischen Bräute oder ein paar Geistererscheinungen beim Lesen einer alten Zeitung . Eine der Frauen spricht mit Torgo oder Debbies Mutter , doch was das genau soll , interessiert , wie schon im Original , niemanden .
Einzig erwähnenswert bei " Manos returns " ist eigentlich nur , dass nach über 50 Jahren doch tatsächlich drei Schauspieler des Originals gewonnen werden konnten . Nämlich Jackey Neyman Jones als Debbie , Diane Adelson als Mutter und Tom Neyman als ´The Master´ ( allerdings offenbar nur in ein paar gesondert gedrehten Szenen ) sowie Bryan Jennings , der Sohn des Sheriff aus dem Original , als Sheriff . Also praktisch sogar 3 1/2 Originaldarsteller , die sich noch ein mal im ´Glanz ´des Ruhms sonnen wollten , in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten mitgespielt zu haben . Na ja , wenn man sonst nichts anderes hat ...
*** Film wurde im englischen Original gesehen !!!
P.S. : Wem es nach " Manos returns " noch nicht mit den spannenden Abenteuern von Torgo und dem Gott Manos reicht , der kann sich übrigens auch noch am Prequel " Manos : The Rise of Torgo " und der TV Serie " The Manos Chronicles " erfreuen !!! Von letzterer gibt es aber glücklicherweise nur 4 Folgen . Und dann ist auch noch ( angeblich ) ein " Manos " Remake in der Mache - ich vermute mal ein Metaremake für 125.000.000 Dollar mit Jack Black .