Ein junger Bär und ein Baum freunden sich an, es kommt zum Konflikt und am Ende bekommt man dann noch ein Bibelzitat mit auf den Weg, was einem das Gesehene nochmal ins Gesicht drückt. Fraglich, ob das nötig war, denn sonderlich tiefgründig ist „Forevergreen“ nicht. Die Geschichte rund um Nächstenliebe, Gier und Opferbereitschaft basiert auf dem Gleichnis vom verlorenen Sohn und liest man Interviews mit den Machern, so mag man zu dem Schluss kommen, hier einfach ein christlich angetriebenes Projekt vor sich zu haben.
Vorgetragen wird die Botschaft hier von Flora und Fauna. Den Bären muss man dabei nicht mögen, aber wer killt nicht gern Nachkommen von anderen, wenn es darum geht, sich mit Müll vollzustopfen? Allzu menschlich am Ende und sicherlich nur eine Kritik an hochverarbeiteten Lebensmitteln.
Animiert ist das immerhin durchaus hübsch, die Optik erinnert trotz der Herkunft aus dem Rechner an Holzschnitzereien und Stop-Motion-Filme. In dieser Kategorie ist der ohne Worte auskommende Kurzfilm dann auch gelungen, der Rest ist christliches Kinderprogramm für Rod und Todd Flanders.