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Am Freitag den 13.Juni 1980 verschwand der Vater der Wissenschaftlerin Zhao Xueli auf der sogenannten " Ghost Island " , auf der zuvor Pflanzen aus der Urzeit entdeckt worden waren . Zehn Jahre später bekommt sie die Gelegenheit mit Du Zhe und seiner Expedition auf die Insel zu reisen . Das heißt , dass Du Zhe sie mehr oder weniger dazu zwingt mit ihm zu reisen , da sie ihm bei der Suche nach einem geheimnisvollen Meteoriten helfen soll , der dort vor Jahrzehnten einschlug . Dort angekommen , will Xueli natürlich dennoch die Suche nach ihrem Vater beginnen , aber Du Zhe will sich von seinen eigenen Plänen nicht abbringen lassen . Doch beiden Plänen steht eine urzeitliche Tierwelt im Wege  ...  

Eines muss man den Chinesen lassen - sie lieben offenbar Dinosaurier . Sonst wäre die Masse an Dino Filmen gar nicht zu erklären , die dort hergestellt werden , und die immer nach dem gleichen Muster ablaufen . So haben wir es bei " Jurassic Revival " auch mit einem chinesischen Dinoabenteuer zu tun , das typischer nicht für eine Produktion dieser Art aus dem ´Reich der Mitte´ sein könnte .  
Eine Gruppe von Soldaten reist , mit einem Heldenpaar und eventuell noch einer komödiantischen Figur , im Auftrag eines oberfiesen Oberfieslings auf eine Insel , auf der Dinosaurier leben und die man entweder wegballert oder von denen man aufgefressen wird .  
Das Heldenpaar erkennen wir daran , dass eine Person eine Frau ist und den Mann , weil er eine Weste wie Chris Pratt in "Jurassic World " trägt . Der Oberfiesling ist gewohnt so sinnlos bösartig , dass selbst die Antagonisten aus Stummfilmzeiten denken würde , dass es schon übertrieben ist . Du Zhe will natürlich einen Untergebenen , der auch nur hustet , sofort zum Sterben im Wald zurücklassen , droht jedem , der in seine Richtung sieht , mit dem Tod und kann schon auf krankhafte Weise sein Wort nicht halten .  
Vervollständigt wird das Klischee dann noch von einer komplett blassen Masse an Soldaten , die stumm und ohne eigenen Verstand hinter ihrem Anführer herdackelt um einer nach dem anderen ins Gras zu beißen .  
Was solche Filme manchmal retten kann , sind die meist schönen Landschaften und manch passabel getrickster Dino . Doch auch mit den Dinos sieht es schlecht aus . Beginnt der Film noch mit einer wirklich beeindruckenden Szene , in der ein T-Rex das nächtliche Expeditionslager zerlegt , erweisen sich die Dinosaurier bei hellem Tageslicht aber dann doch nur als höchstens mittelprächtig und in einigen Szenen als geradezu lachhaft animiert .  
Was bei " Jurassic Revival " bleibt ist ein wirklich guter Einstieg ( wäre es so weiter gegangen , wären mindestens 6 Punkte drin gewesen ) , eine schöne echte Insellandschaft am Anfang , eine schreckliche falsche Insellandschaft am Ende , eine total simple " Geschichte " ( und dennoch wird nicht alles ganz klar , z.B. ob die Insel ihre Position verändert , welche besonderen Fähigkeiten Xueli überhaupt hat die kein anderer Mensch mitzubringen scheint , was an dem Meteorit so besonderes ist , woher die Dinos kommen etc. ) und Charaktere , die man schon kaum noch als Schablonen bezeichnen kann .  
Mein Tipp für alle Dinofans , die kostenlos in den Film reinsehen können : Die ersten 7 Minuten ansehen und dann abschalten . Danach verpasst man garantiert nichts mehr .  

*** Der Film wurde im Original Mandarin mit englischen Untertiteln gesehen ( da mein Mandarin ein bisschen eingerostet ist ) !!!

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