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Was bitte war das? Die Marx Brothers im Weltraum!? Ich hatte nichts erwartet, halt, ich hatte nicht das erwartet. Ein Weltraumabenteuer ohne Abenteuer, ohne wissenschaftlichen Tiefgang, dafür ein Slapstick- und kalkuliertes Gefühlsdusel-Feuerwerk. Lange war ich sogar einigermaßen unterhalten, aber im Laufe der brutalen Laufzeit geht immer mehr die Luft aus. Es wurde fast schon zur Qual, zusätzlich befeuert durch einen wachsenden Kitsch-Faktor. Selbst die durchaus eindrucksvolle Optik kann es irgendwann nicht mehr reißen, für 150 Minuten ist das einfach inhaltlich zu dünn und betreffend Erzähltempo zu selbstgefällig. Wenn ich einen Tarkowski oder Kubrick will, schaue ich einen, aber keinen „Lego Movie“- Folgefilm. Gosling hat mit dem One-Man-Show-Ansatz sicher sogar auf den einen oder anderen Filmpreis geschielt, aber wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wird das in diesem Leben nichts mehr. Ja, ich weiß, Michael B. Jordan, aber das umgibt ein anderes dunkles (offenes) Geheimnis.

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