A Match Made in Hell
Eine junge Frau sucht die "große Liebe" (oder zumindest eine aufregende Affäre) per Dating-App - und ein interessanter Match führt sie in ein mächtiges, dunkles Haus voller gefährlicher Geheimnisse, monströser Typen und schmerzhaften Erfahrungen...
Steckt das "Leck mich am Arsch!" in Südafrika
Im Verlauf von "Match" wird immer spürbarer, dass dieser klassische Horrorstoff zwischen "The People Under the Stairs" und "Barbarian" nicht aus Hollywood kommen kann. Südafrika verleiht sozusagen die geheime Würze. Bitterer. Düsterer. Praktischer. Mit einem diabolischen Augenzwinkern. Und durchaus viel an Dummheit und Ekel und "WTF?!"-Momenten. Im Kern ist das natürlich nicht mehr als "Housebound" meets "Hatchet". Aber es hat eben diese gewisse Boshaftigkeit, diesen einen Gang mehr, den man von Hollywoodhorror, fast egal welcher Budgetklasse, momentan nicht erwarten braucht. Backwoodterror trifft Datinghölle. Torture Porn trifft Südafrikacamp. Kein kompliziertes Konzept, keine tiefschürfende Rechnung - aber eine, die für mich aufgeht. Zumindest auf dem Heimkinomarkt. Klein, gemein, immer mit der Scheiße am Bein. Alte trifft neue Schule. Körperflüssigkeiten jeglicher Art und von exquisitem Geschmack bleiben aber dieselben. Ein filmischer Fiesling, den man fast schmecken kann. Mit ein bisschen Spucke von Mama flutscht alles besser! Straight up demented.
"Castle Freak" goes "Bachelor"
Fazit: Dunkle Keller, ekliger Matsch, bulliger Killer, garstige Momente, barbarische Methoden, gefährliches Onlinedating, schwarzer Humor, Spaß an der Freude sowie am Leiden... "Match" bereitet klassisches Horrormaterial a la Wes Craven für ein Publikum der neuen, ungeduldigen Generation auf. Für die Jungen vielleicht sogar richtig böse, unangenehm, verstörend - für alte Hasen ein ganz normaler Dienstag... Aber so oder so alles andere als schlecht!