Der fünfte Einsatz des Teams ist der Beste! Waren die bisherigen Folgen von unterschiedlicher Güte, kann dieser Krimi voll überzeugen.
Als bei Baggerarbeiten eine Wasserleiche geborgen wird, kann diese schnell als das vermisste Opfer eines Mordes identifiziert werden. Damals hatte ein Afrikaner gestanden, der Toten aus Versehen eine tödliche Dosis Drogen verabreicht zu haben, die Leiche habe er dann zerstückelt und entsorgt. Gewissensbisse hatten ihn dazu getrieben, sich der Polizei zu stellen und ein Geständnis abzulegen, für das er für 5 Jahre in den Knast wanderte. Die Kommissare wundern sich über diesen Fall. Nur aufgrund des Geständnisses war eine Verurteilung damals möglich, keinerlei Spuren hatten zum Täter geführt. Nur warum dann die Falschangabe über die vermeintliche Zerstückelung?
Nur kurz später wird ein Radfahrer überfahren. Aufgrund von Fahrerflucht ist der Radfahrer vor Ort gestorben.. Die Spuren führen zu einem verschuldeten Handwerker, der die Tat dann auch recht schnell gesteht. Aber wieder gibt es Ungereimtheiten. Denn ein unscharfes Bild einer Überwachungskamera passt nicht so ganz zum Täter.
Die Recherchen führen zu einem Anwalt, der gegen Geld falsche Geständnisse erkauft. So kann der Afrikaner seine Familie in der Heimat ernähren, der Handwerker ist seine Geldsorgen los und seine Tochter kann schuldenfrei aufwachsen. Doch wer waren die wahren Täter?
Die können zwar ermittelt werden, die Beweise reichen aber nicht aus, zumal auch keines der Geständnisse widerrufen wird. Im Falle des Handwerkers endet der Fall tragisch. Die Mutter des Radfahrers überfährt den vermeintlichen Täter, der Anwalt kommt am Ende davon.
Wow! Geiles Drehbuch, ungewöhnliches Ende, tolle Figurenzeichnung. Sehr gut bebildert und inszeniert und der Charme des Ermittler-Duos setzt dem Fall noch die Krone auf. Ein inhaltlich ungewöhnlicher, aber stark geschriebener Fall, der einen auch emotional beschäftigt.