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Eine kleine Insel, drei kleine Häuser, hier wohnen drei Schwestern. Diese müssen aufgrund eines finanziellen Engpasses eines der Häuschen vermieten und so quartiert sich dort bald ein müffelnder Seemann ein. Doch trotz der anfänglichen Abneigungen machen die drei Damen dem Herren bald Avancen, der hat Bock drauf und so nimmt das Drama erwartbar seinen Lauf. Denn sowas muss schließlich in Konkurrenzgehabe und Gezicke enden, weil: Frauen und ein Mann. So die Annahme des von Konstantin Bronzit inszenierten Kurzfilms, den man in jede Richtung interpretieren kann. Mann bringt Unruhe in eine funktionierende Gesellschaft. Frauen schmeißen sich aus Prinzip an Kerle ran. Ohne Mann steht das Überleben der Damen infrage. Trauen sollte man den Herren nicht, sie hauen ja doch wieder ab. Wie man es auch sieht, es kommen nur Klischees und / oder obsolete Sichtweisen bei „The Three Sisters“ rum. 

Inhaltlich ist das daher recht unbefriedigend. Die Präsentation hingegen hat was. Der zweidimensionale Stil und die (wortwörtliche) Figurenzeichnung sind ansprechend. Man sieht die Handarbeit und diese ergibt optisch ein gelungenes Bild. Stilistisch charmant, inhaltlich zu flach und das auch noch gedehnt. Das reicht dann nicht mal für die knappe Viertelstunde, die das hier dauert. 

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