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Diese Hulu-Premiere mit prominenter Besetzung ist mal wieder so ein Film, der seine besten Szenen bereits im Trailer verbraten hat. Viel mehr kommt in diesen 107 Minuten nicht. Dabei war die Prämisse durchaus vielversprechend: Der „High Concept“-Ansatz, eine Science Fiction-Idee wie Zeitschleife oder Zeitmaschine mit anderen Genres wie Horror und Comedy zu verbinden, hatte in Filmen wie HAPPY DEATH DAY und TOTALLY KILLER schon prima funktioniert. 

Hier gerät nun Gangster Nick (Vince Vaughn) in eine Zeitmaschine und beschließt, seinen Kumpel Mike (James Marsden) zu retten, den er in der Vergangenheit ans Messer geliefert hatte. Erschwerend hinzu kommt, dass a) Mike ein Verhältnis mit Nicks Frau Alice hat, b) Nicks Boss Sosa (Keith David) bereits den kannibalistischen Killer „The Barron“ auf Mike angesetzt hat und c) „Present Nick“ von „Future Nicks“ Plan wenig begeistert ist. 

Jede Menge Potenzial eigentlich für die lustige und clevere Actionkomödie, die uns der Trailer verspricht. Doch die Pseudo-Tarantino-Dialoge zünden nicht, die allermeisten Gags versanden und der Film macht viel zu wenig aus seiner Zeitmaschinenidee. Im Finale versucht man dann noch, mit einer mäßig choreographierten blutigen Schießerei zu „cooler“ Musik zumindest zeitgenössische Actionstandards zu erfüllen, aber das wirkt alles so gewollt und abgespult, dass man mal wieder den Eindruck hat, hier soll der Algorithmus zufriedengestellt werden und nicht der Zuschauer.

5.5/10

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