Review

Früher Film des Trios Jerry Zucker, David Zucker und Jim Abrahams, Macher späterer Knaller wie die Nackte Kanone oder Hot Shots, unter der Regie von John Landis. Schon hier zeichnet sich ihr späterer Stil ab, der Humor zielt größtenteils unter die Gürtellinie. Leider krankt der Film stark an seinem Alter.

Bemerkenswert, dass der Film keine feste Handlung hat. Es werden Zeitschriften, Filme , Nachrichten, Werbespots oder Völkergruppen durch den Kakao gezogen, das alles im Rahmen eines Tagesfernsehprogramms. Dabei dauern die einzelnen Gags fast nie länger als 2 Minuten, bis auf eine halbstündige Agentenfilmparodie und einer Sequenz im Gerichtssaal.

Die Qualität der Witze schwankt dabei von ganz nett bis zu völlig unlustig. Einen richtigen Lacher habe ich nicht gefunden. Was vor 25 Jahren komisch war, wirkt heute einfach zu angegraut und zu berechenbar. Außerdem sind die zwei vorhin angesprochenen Szenen zu lang geraten und nehmen dem Film das Tempo, das ansonsten für Kurzweiligkeit sorgt.

Harmlos ist der Film jedoch keineswegs. Für damalige Verhältnisse präsentieren sich einige Szenen ziemlich freizügig. Die Anzahl der nackten Brüste, die zu sehen sind, ist ziemlich hoch und viele Witze sind schon recht makaber, z.B. die Sequenz, in der ein Spiel vorgestellt wird, in der es rund um Kennedys Erschießung geht (und die meines Erachtens zu den besten Stellen des Films gehört) oder eine Familie, die die Leiche ihres Sohnes zuhause behält.

So wird "Kentucky Fried Movie" vielleicht noch Herren gefallen, die 1977 im Teenageralter waren und damals eine derbe Parodie erleben durften. Heutzutage gehört der Film zwar immer noch zu denen, die weit unterhalb der Gürtellinie angesiedelt sind, aber im Vergleich zu mancher Teeniekomödie richtig brav wirkt. Zu empfehlen jedoch auf Parties, bei der auch Leute der älteren Generation vertreten sind und die mit dieser Art von Humor etwas anzufangen wissen, zu denen ich aber nicht gehöre. Kein Vergleich zu den späteren Filmen des Autorentrios!

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