Nach einem globalen Atomkrieg leben nur noch wenige Menschen auf der verwüsteten Erde und eine motorisierte Gruppe namens Templars will diese wenigen umbringen, doch ein harter Kerl und sein dunkelhäutiger Freund stellen sich der Gang in den Weg.
"Mad Max" war ein finanzieller Erfolg für die Produzenten und da ließen es sich die Italiener natürlich nicht nehmen, ebenfalls auf den Endzeitfilmzug aufzuspringen und "Metropolis 2000" ist einer dieser Nacheiferungstäter.
Mit einer Story wird sich nicht lange aufgehalten, denn es handelt sich um einen Actioner, bei dem es im Auge und in den Ohren und nicht im Hirn des Zuschauers rummst. So sind dann die wenigen eingestreuten Handlungsversatzstücke wie Funkaktivitäten von Überlebenden oder das Anbändeln der Helden mit Frauen sehr oberflächlich ausgefallen und bremsen lediglich das Tempo des Films.
Auch bei der Charakterisierung der Figuren beschränkt man sich aufs Notwendigste und es gibt neben der Gruppe der Bösen, aus der eine halbe handvoll hervorstechen, allen voran natürlich der von George "Man-Eater" Eastman verkörperte Anführer, den eigentlich recht uninteressanten Helden namens Skorpion, den von Fred Williamson dargestellten Bogenschützen, die aus den Krallen der Bösen befreite Schöne (die ich gar nicht mal so schön finde) und das nervige Blagenkind, das waffen- und fahrzeugtechnisch versiert ist und von dem u.a. aus mehreren Lucio Fulci Filmen bekannten Rotzgesicht gemimt wird.
Die Frisuren sind denen aus dem "Verrückten Max" nicht unähnlich und es gibt hierbei allerhand Abwechslungsreiches zu begutachten. Von der Glatze, über den Iro bis zur Langhaarmatte ist alles vertreten und das in allen möglichen Farben. Auch bei den tollen Kostümen ist das australische Vorbild nicht zu übersehen.
Gedreht wurde das Ganze in verlassenen Gegenden und Sandgruben, wo man so richtig die Sau raus lassen konnte und das wird hier ordentlich getan, denn die Actionszenen können sich wirklich sehen lassen. So gibt es viele verschiedene Fahrzeuge im futuristischen Look mit netten Waffen wie Flammenwerfern, Bohrern, Schussvorrichtungen oder einen Klingenpropeller, die häufig zum Einsatz kommen und für sympatische Puppeneffekte bei Todesfällen sorgen. Eine dufte Sache ist auch der Bogen der von Fred Williamson gespielten Figur. Die Pfeile dienen durch aufgeschraubte Spitzen des Öfteren als Sprengsatz, was den ein oder anderen den Kopf kostet.
Die einfache, aber sehr stimmungsvolle Musik von Claudio Simonetti unterstützt die Endzeitathmosphäre passend. In den meisten Actionszenen wurde keine Musik über das Geschehen gelegt, dafür geben dann die Fahrzeuge frequenzreiche Sounds von sich, die ebenfalls ein gewisses Flair verbreiten.
Insgesamt stellt "Metropolis 2000" einen billig inszenierten, aber stimmungsvollen Italoendzeitfilm dar, der durch nette Actionszenen unterhält und im Handlungsteil schwächelt.