In den 80ern war die Welt am Abgrund, jedenfalls im Kino. Die Angst vor der Zukunft muss groß gewesen sein. Denn es gab viele Endzeitfilme und alle spielten knapp nach dem Jahr 2000. Das lag vor allem an Filmen wie Mad Max, The Warriors oder Die Klapperschlange. Dann kam Italien und setzt mit ihren Exploitationsfilmen an und schwups gab es eine Welle von Endzeitfilmen. Alle schnell und billig abgedreht. Dennoch mit viel Charm. In Metropolis 2000 haben wir George Eastman als Bösen und Fred Williamson auf der Seite der Guten. Auf dem Regiestuhl saß Enzo G. Castellari, also bekommt man hier gute Bilder geliefert.
Die Handlung spielt im Jahr 2019, neun Jahre nach dem die Atombomben die Erde zerstört haben. Verschiedene Gangs kämpfen um die Vorherrschaft oder wollen einfach nur friedlich Leben. Man hat sich also wieder einmal bei Mad Max II bedient. Hier und da merkt man das sehr deutlich. Vor allem bei den Fahrzeugen, welche nicht aus Golfcars bestehen oder durchsichtige Luftmatratzen. Man merkt hier sehr gut, dass die Macher kein großes Budget hatten. Dafür aber viel Liebe zu dem was sie taten.
Fred Williamson wirkt zwar so, als ob er hier nur wegen dem Geld dabei ist, aber er macht alles eh weil er es will. Er ist der coole Typ der immer wieder die Situation rettet. George Eastman gibt mit weißblonden Stränchen den Bösen. Das wie immer auch überzeugend. Nur Hauptdarsteller Giancarlo Prete wirkt etwas blass.
Man bekommt hier auch immer wieder Action geboten. Hier und da explodiert ein Auto oder ein Mensch. Dabei ist der Film sehr harmlos und dennoch sind die Actionszenen unterhaltsam.
Metropolis 2000 ist einer von vielen Endzeitfilmen der 80er aus Italien. Der Cast und Regisseur zaubern aber einen ulterhaltsamen Film hervor. Dazu gibt es einen tollen Soundtrack von Claudio Simonetti.