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„To bleak endings!“

Der amerikanische Bestsellerautor Ohm Baumann bucht sich für eine Woche in einem abgelegenen irischen Hotel ein, um dort im Wald die Asche seiner Eltern zu verstreuen. Es war ihr Lieblingshotel und er hofft dort auch auf Inspiration zur Fertigstellung seiner Romantrilogie. Merkwürdige Figuren und Geschichten gibt es genug: Im Wald haust ein Schnapsbrenner, der mit halluzinogenen Pilzen experimentiert und seine Frau umgebracht haben soll, ein Hotelangestellter macht mit der Armbrust Jagd auf Ziegenböcke, in der seit Jahren geschlossenen „Honeymoon Suite“ scheint es zu spuken und man erzählt sich von einer Hexe, die Kinder versklavt. Es dauert nicht lange, bis unser Autor mit all dem seine persönlichen Erfahrungen macht. 

Dass Damian McCarthy creepy Horror kann, weiß man seit CAVEAT und ODDITY. Mit HOKUM zeigt er nun, dass er auch komisch kann. McCarthys neuester Spukfilm ist insbesondere in seinem ersten Drittel richtig witzig. Das liegt hauptsächlich an den Dialogen, aber auch am Spiel von Adam Scott. Der gibt den mürrischen Schriftsteller so trocken und straight, dass man ihn selbst dann noch irgendwie sympathisch findet, wenn er sich wie ein Arschloch verhält. 

Dass ab und an erleichtert gelacht werden kann, ist auch bitter nötig, denn McCarthy sorgt für eine im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich dichte Atmosphäre, die „Honeymoon Suite“ des Hotels ist creepy as hell, die Schreckschraube wird gnadenlos angezogen und die Schocks sitzen. 

Dankenswerterweise ist HOKUM mal kein „elevated“ Metaphernhorror, sondern ein höchst effektiver Gruselthriller, der dennoch nicht allein auf den Schock hin inszeniert, sondern auch an seinen Figuren interessiert ist. So integriert McCarthy hier elegant die Backstory der Hauptfigur in die Geistergeschichte und gibt dem Film noch mit dem allerletzten Bild ein perfektes Ende.

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