Review

Boobies & The Beast

„Merdidian“ aka „Der Kuss der Bestie“ ist Charles Bands Versuch etwas Magie und Märchen in sein B-Movie-Output zu packen - und wie zu erwarten könnte seine Version zwischen Softcore und Werwolfschlossromantik (gedreht wie einige Full Moon-Produktionen im italienischen Schloss von Bands Familie!) kaum weiter von Disney und Co. entfernt sein… Eine schöne Künstlerin verfällt einem Magier und einer Bestie zwischen mysteriösen, verfluchten Gemäuern…

Charles Band entfesselt seinen Burglöwen

In seinen besten Phasen erinnert „Merdidian“ an eine Mischung aus „DSFs Sexy Sportclips“, den hauseigenen „Castle Freak“ und größeren Hollywoodfantasyhits wie „Labyrinth“. Und das kann sich Band durchaus auf die Fahne schreiben, der hier höchstpersönlich auf dem Regiestuhl weilte. Ich verstehe warum das Projekt zu seinen persönlichen Lieblingen in seiner Filmografie zählt. Die Steine und Gänge, die Feuer und nackten Frauenkörper, die Lyrik und die Haare auf den Zähnen. Allein audiovisuell ist das nie verkehrt. Leider vergisst Band dann doch deutlich eine Geschichte zu erzählen und die Figuren mit Hintergründen, Herz, Charakter auszustatten. Inklusive einem sehr plötzlichen Ende. Wahrscheinlich war er (genauso wie ich!) von Sherylin Fenn und Co. einfach zu gefesselt und abgelenkt… Wer will ihm das verdenken. 

Fazit: stimmige, sexy „Beauty & Beast“-Version von Full Moon. In Sachen Atmosphäre und Schauwerte sicher hoch in Charles Bands Vita. Ansonsten aber eher (entgegen seiner sensationellen Ladies) schwachbrüstig. 

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