Der große Curd Jürgens als edler Ritter in diesem schmuddeligen Filmchen über schmuddeligen Straßen voller schmuddeligem Gesinde. Neben seiner Figuren-Sonderrolle nimmt er diese auch als begabter Mime innerhalb von größtenteils Laien ein und lässt sich leider mit runterziehen. Im Grunde taucht er auch nur am Anfang und am Ende auf, vermutlich ging es hier nur um ein paar harte Mark. Vom Gefühl her sprach scheinbar Edgar Wallace, 60er Jahre BRD, Kapitalismus at it’s worst. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Drama, einiges an Busen, viele interessante Kamerafahrten, betreffend des Titels aber zu wenig Pauli. Nicht ganz Sleaze, wohl aber Pulp. Willkommen im Bahnhofskino. Hat Charme, aber keine Qualität. Vier Jahre später hat Regisseur Rolf Olsens seinen Peak, „Blutiger Freitag“. Moment, ich hatte es schon kurz genannt. Zwischen dem ganzen Schund ist einiges optisches Gold, Beleuchtung, Perspektive, Farben. Blickpunkt Kamera, Franz Xaver Lederle. Abschließend noch eine Frage, die der Film bei mir aufgeworfen hat: sind der junge Fritz Wepper und Karoline Herfurth eine Person???