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Jan Diffring ist Arzt auf St. Pauli und dort gut gelitten, weil alle ohne Ausnahme behandelt und zumeist kein Geld verlangt. Er ahnt nicht, dass sein Bruder an Sexparties beteiligt ist. Doch als eine Erpressung schiefgeht und eine erste Leiche auftaucht, hat der gute Doktor alle Hände voll zu tun ein paar Leben zu retten.


Das ist doch mal ein cooler deutscher Sixties-Krimi, etwas nackte Haut, etwas Action, Hamburger Schnauze, Rotlicht, jede Menge schöne Frauen und mittendrin Curd Jürgens, Heinz Reincke und Fritz Wepper.

Rolf Olsen lässt sich etwas Zeit, um die Figur des Doktors einzuführen. Zu Beginn erscheint die Story auch noch etwas zerfahren, hat keinen ganz stringenten roten Faden, denn da sind der Arzt, die Parties, Erpresser, aber es ist nicht ganz klar, wohin das führen soll. Doch die einzelnen Elemente fügen sich dann immer mehr zusammen, bis alles zu eskalieren scheint und in einem netten Action-Finale mit Bunsenbrenner, Keilerei, Ballerei und fallenden Autos mündet. 

Dabei schafft es Olsen durchaus die Spannungsschraube ein bisschen anzuziehen, obwohl natürlich klar ist, dass sich hier alles in Wohlgefallen auflösen wird. Und zwischen alldem mischt sich die Polente, Verzeihung, die Polizei unter der Führung eines recht cleveren Kriminalers immer wieder mal sinnvoll ein.


Das ist nicht perfekt, Action dieser hat hat man schon besser inszeniert gesehen und die Keilereien sind FSK12-mäßig eher zahm, aber der Protagonisten-Cast um Curd Jürgens, der immer ein verschmitzt amüsiertes Lächeln parat hat, ist sympathisch und das ganze Dingen ist mit ordentlich Drive inszeniert.
Gefällt mir gut. Hoffentlich sind die beiden weiteren St. Pauli Filme auch so gut.


Lieblingszitat:
Pfarrer: "Liebe und Husten kann man nict verbergen. Ich kenn noch mehr solcher Sprüche. Ich hab einen neuen Kalender."

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