Mit diesem Film gelangte Kurt Russel zu Weltruhm. John Carpenter kreierte eine Kultfigur, einen Antihelden, der seinesgleichen sucht. Ein echter Blockbuster und Klassiker der 80er!
Story:
Nachdem aus N.Y. ein großes Gefängnis gemacht wurde, stürzt die Maschine des Präsidenten in die Stadt. Nur ein Mann kann ihn retten, Einzelkämpfer Snake Plissken, der selber in das Gefängnis überführt werden sollte.
Musik: Mal wieder von John Carpenter selber verfasst, gehört sie wohl neben Halloween zu seiner bekanntesten Musik. Sie unterstreicht den Eindruck, die Atmosphäre exellent. Die Musik ist ein Pluspunkt, die Carpenterfilmen meist den letzten Schliff geben und so erst dieses Endzeitfeeling aufkommen lassen.
Atmosphäre:
Gehört für mich zu den atmosphärisch stärksten Filmen die es gibt. Und das liegt nicht nur an der oben genannten Musik. Zum einen hat Carpenter bei den Dreharbeiten eine Kleinstadt fast komplett zugemüllt. Man merkt richtig, das die Szenen nicht im Studio entstanden sind.
Das übrige tun die Szenerie und Kleider etc. Der Film spielt ja komplett bei Nacht (Tag gibt es in der Zukunft nicht mehr) und wirkt daher erst so richtig schmutzig, düster und bedrohlich.
Schauspieler:
Eine Wahnsinnsriege hat Carpenter da versammelt. Allen vorran natürlich Kurt Russel als Snake Plissken. Die Rolle des wortkargen Antihelden ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Seine Bewegungen, aber vor allem seine am besten im O-Ton zu hörende Flüsterstimme ist Filmgeschichte. Er ist die Idealbesetzung und durfte Jahre später ja nochmal in die Rolle des Snake Plissken schlüpfen.
Ernest Borgigne kommt als knuddeliger Taxifahrer, ebenfalls ganz witzig rüber. Das liegt glaub ich vor allem an seiner kleinen und dicklichen Statue und dem ewigen Grinsegesicht.
Donald Pleasence, mit dem Carpenter ja schon vorher zusammenarbeitete wirkt leider etwas hilflos in der Rolle des Präsidenten. Wirkt aber denke ich mal nur so, weil man ihm fast nur als Dr. Loomis kennt. Ihm fehlt irgendwie die Ausstrahlung eines Präsidenten.
Viele weitere Hollywoddgrößen wie Lee Van Cleef ( routiniert gut wie immer,Isaac Hayes ( gibt einen guten, kalten Bösewicht ab), Harry Dean Stanton ( wirkt etwas zu hilflos), Adrienne Barbeau (Powerfrau, aber mutiger als in "The Fog") volbringen ihre Arbeit solide bis gut.
Die Spezialeffekte sind mager bis nicht vorhanden, die Szenen im gleiter sind mit Modellbau vollbracht worden, was aber nicht sonderlich auffällt. Zu der Zeit waren die Szenen auf der höhe der Tricktechnik.
Fazit: Ein Endzeitfilm, der mit dieser Atmosphäre seinen Meister sucht. Für mich einer der besten Filme aller Zeiten.