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Seit dem Erfolg des täglich grüßenden Murmeltiers gesellten sich einige ähnlich gelagerte Pendants hinzu, welche sich mitunter in eher düsteren Gefilden abspielten, wie etwa „Happy Death Day“. Auch das Langfilmdebüt von Autor und Regisseur Keith Jardine zählt zu jener Kategorie.

Charlie ist der Serienkiller, der unter dem Namen Midnight Mangler bekannt ist. Eines späten Abends kehrt er in ein Diner ein, wo sich zu dieser Zeit noch einige Individuen aufhalten. Am Ende seines Aufenthaltes tötet er die Kellnerin Ana, doch kurz darauf befindet er sich erneut am Eingang des Diners. Es soll nicht das letzte Mal sein…

„Hey, stell mal lauter!“ – Mit diesem Satz eines Gastes beginnt die Zeitschleife, als im Fernsehen von den Taten des Killers berichtet wird. Während sich die Gäste unvoreingenommen im Diner aufhalten, nimmt Charlie das Wissen aus jedem vorherigen Aufenthalt mit. Das, was er anfangs für ein verrücktes Deja Vu hält, wird für ihn zur Dauerschleife, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Verständlicherweise beginnt er zu variieren und es wird im Mittelteil gar relativ blutig.

Immerhin vergisst Jardine nicht den dazugehörigen Humor mit einigem Sarkasmus und teils gut getimter Situationskomik. Als Charlie sich in einer Phase des Blutrausches befindet, stellt der russische Koch ein besonders hartnäckiges Hindernis dar, welches er mit verschiedenen Techniken zu überwinden versucht, doch er hat keinen Anhaltspunkt, wie er in diese Schleife hineingeraten ist und wie er sie durchbrechen könnte.

Widerholungen sind bei alledem natürlich vorprogrammiert und doch wird eine Weile genügend erweitert und ausprobiert. Dabei erweist sich die teils markante Besetzung, - Jardine übernimmt eine wortkarge Nebenrolle, -  als recht treffend und auch die Atmosphäre im nächtlichen Diner weiß zu punkten. Hinzu gesellt sich ein angemessen zurückhaltend eingesetzter Score und einige durchaus wuchtige Gewalteinlagen, welche hauptsächlich mit dem Einsatz eines Messers zustande kommen und mit handgemachten Effekten einhergehen.

Bei alledem läuft es unweigerlich auf eine mit Spannung erwartete Pointe hinaus, welche zunächst ein wenig befremdlich anmutet, sich aber mit viel Wohlwollen auf halbwegs logische Weise zusammenfügen lässt. Die Geschichte lässt das Publikum zumindest nicht im Regen stehen.

Vielleicht wären noch einige skurrile Varianten mehr möglich gewesen und allzu viel Abwechslung ist spätestens nach einer Stunde nicht mehr drin, doch das Tempo wird nahezu konstant hoch gehalten und am Ende hätte man womöglich nicht viel mehr aus der simpel gestrickten Prämisse rausholen können. Insofern ein weitgehend unterhaltsamer, düster gehaltener Zeitschleifen-Thriller, dem es letztlich an einer zusätzlichen Portion Verrücktheit mangelt.
6,5 von 10


 

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