Im Grunde kann man es kurz und gut auf einen Nenner bringen: Wer Kentucky Fried Movie mochte, wird Amazonen vom Mond ebenso lieben. So zumindest erging es mir. Wieder haben wir eine Aneinanderreihung verschiedenster Fernsehprogramm-Parodien und wieder wird das Ganze von einem längeren Film zusammengehalten. Über diesen Film möchte ich sprechen.
Aber zuerst eine kurze Unterbrechung, danach geht es weiter (natürlich ohne weitere Unterbrechungen).
Wieder einmal schwanken die Episoden zwischen unglaublich komisch (Krankenhaus, „Son of the invisible man“, „Bullshit or not“), albern (Begräbnis, Running Gag) und überflüssig (Playmate of the year). Und wieder einmal fallen die weniger gelungenen Epsioden kaum auf, zu kurz sind sie die Episoden an sich, zu komisch die Guten.
Und nun zurück zum Hauptthema (ab jetzt keine Unterbrechungen mehr):
„Amazonen vom Mond“ ist ein typischer Ed Wood-Streifen gepaart mit sämtlichen Ami-Scifi-Klischees die man sich so vorstellen kann. Ein Astronauten –Team (inkl. Einem Affen als Bordmaskottchen) macht sich auf dem Weg zum Mond. Allein schon das Interieur bestehend aus Bürostühlen, einem handelsüblichen Radio und Feuerlöscher zeugen von der – realitätsnahen – Detailverliebtheit der Ausstatter. Auf dem Mond selbst (wer hätte das gedacht, man braucht keine Sauerstoffhelme, da dieser dieselbe Atmosphäre hat wie Mutter Erde) trifft man schnell auf einige furchtbare Monster, denen dann auch ein teil der Crew grausamst zum Opfer fällt, und die titelgebenden Amazonen. Von Barbarella bis Raumschiff Enterprise wird hier so ziemlich alles durch den Kakao gezogen, was die 70er Jahre Science Fiction Streifen ausmacht, inkl. Bildfehler und trashiger Mondkulisse, der man das Pappmache nur allzu deutlich ansieht.
Kurze Unterbrechung.
Also, wem KFM gefallen hat wird bei Amazonen mehr als gut unterhalten. Ein paar Durchhänger müssen verzeiht werden, aber an sich ein wunderbares Stück Film. Schade das bisher kein dritter Teil der grandiosen Reihe erschien. Ich hätte gerne mehr über Schwarze ohne Seele, den wahren Jack the Ripper (Gallileo Mystery in Reinkultur) und den Wurzelsepp erfahren. Wenn euch also die, selten zu sehende, DVD über den Weg läuft, sprecht sie an, zückt die 7 Euro und kauft sie euch! Klare Kaufempfehlung!
Und nun zurück zum Hauptthema (ab jetzt keine weiteren Unterbrechungen).
Ende!