Review

Aus allzu vielen Filmen kenne ich Martin Short nicht. Und dennoch ist er jemand, den ich wahrgenommen habe. In der ausufernden Doku-Landschaft bietet der von Lawrence Kasdan inszenierte Beitrag über Shorts Leben einen angenehmen Ansatz, denn ein reines Abklappern von Stationen ist „Marty, Life is Short“ nicht geworden. 

Kasdan nutzt neben den üblichen Gesprächen mit der Hauptfigur selbst und einigen anderen Weggefährten wie Steve Martin, Eugene Levy und der leider kürzlich verstorbenen Catherine O'Hara viele private Aufnahmen. Short filmte sein Familienleben und dokumentierte private Momente, sodass hier ein doch persönliches Bild über ihn entsteht. Natürlich bleibt alles gefiltert sowie ausgewählt und manche Sequenzen sind audiovisuell auf einen Effekt hin konstruiert. 
Dennoch fällt der Einblick in Shorts Leben unterhaltsam aus. Zumindest für jemanden wie mich, der sich nie großartig mit ihm beschäftigt hat und hier einiges über seine Zeit beim Fernsehen oder auf der Bühne erfährt, wenn seine Art auch nicht immer meins ist. Seine Hingabe dafür schon. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Stars, die Short natürlich in den Himmel loben, sowas bleibt bei solch einem Film nicht aus. 

“They’re making a documentary on literally every human being that existed.“

Mag sein. Aber es gibt sicherlich uninteressante Leute. 

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