Als Freund des „Klumps mit Armen“ wusste ich ungefähr, was mich bei diesem kruden Genrebeitrag seines geistigen Vaters erwarten würde: Bizarrer B-Horror mit viel schwarzem Humor, der auf Grund seiner eher billigen Machart eher eingefleischtere Genrefreunde, die ein Faible für leichtfüßigen „Schund“ haben, ansprechen sollte. Diese jedoch werden jedoch mit der sinngemäßen „Frankennutte“ ihren Spaß haben, ist der Film jedoch randvoll mit schwarzem Humor und in seinen 80 Minuten dermaßen seicht und oberflächlich unterhaltsam inszeniert, das man sich trotz kaum vorhandener Spannung selten langweilt.
Die Geschichte dreht sich um den Bioelektroniker Franken, welcher seine Verlobte bei einem Rasenmäherunfall verliert. Ihren Kopf und ein paar andere kleinere Gliedmaßen rettend, hat er das Vorhaben sie wieder zum Leben zu erwecken. Ein bevorstehendes Gewitter kommt ihm wie gerufen, nur fehlen ihm noch Gliedmaße um den Körper drum herum zu gestalten. Feinste Nutten sollen ihm diese liefern. Aber er will niemanden töten – daher nutzt er deren Suchtmittel Crack als Grundlage für seine Superdroge, die daher nur den Tod beschleunigt ohne dass er als Mörder dasteht. Tragischerweise hat dieses Supercrack den Nebeneffekt, das der Konsument kurz nach Einnahme explodiert. Die Folge seiner „Doktorspielchen“ im Kollektiv ist daher ein wahres menschliches Mikadospiel. Aber auch seine Re-Animierung läuft nicht so ganz wie er sich es vorgestellt hat.
Wahrlich, die Story ist echt hirnrissig, aber ziemlich witzig geraten. Spätestens als die aus dutzenden Einzelteilen von Prostituierten zusammengesetzte Braut durch die Stadt wankt und ihren Freier wahrlich zur "Explosion" bringt, ist es passe mit jeglichem Horrorelement. Lediglich das Ende mit seinen an Society erinnernden Matschwesen lässt noch einmal etwas „Grauen“ aufblitzen, doch insgesamt ist der Film mehr im Komödienbereich anzusiedeln. Von der klassischen Frankenstein Thematik bleibt eigentlich nur die Szene mit dem Wiedererwecken der Kreatur per Blitzschlag, der Rest orientiert sich eher mehr an Re-Animator Motiven. So ist auch der Hauptcharakter ein leicht durch geknallter Freak, der im Gegensatz zu Jeffrey Combs jedoch noch wo sympathisch rüberkommt und in Folge dessen weniger psychopathische Ausstrahlung hat. Daher sind solche Szenen wie das Dinner mit dem Kopf seiner Verlobten, bei dem er schwärmerisch von deren baldiger Zusammensetzung erzählt, wie der Rest eher zum lachen.
Wie gesagt Spannung kommt hier nie auf, die Atmosphäre ist dafür umso mehr gegeben – wenn auch alles sehr comichaft und überzeichnet wirkt; jedoch nicht so wild wie bei ähnlich gelagerten Troma Produktionen. Dafür wird einem doch ob vieler kruder Details zu wenig wirklich Unappetitliches geboten, appetitlich hingegen manch unangezogene Dame, besonders die am Ende umherwankende Geliebte strahlt trotz Flickwerks einen ganz eigenen Charme aus. Mit dem eigenartigen Humor (Franken bohrt sich zwecks Stressabbaus mit der Bohrmaschine Löcher in den Kopf!) konnte die Bundesprüfstelle damals wohl nicht sonderlich viel anfangen, ruft man sich jedoch die FSK Wertungen der letzten Horrorkomödien vor Augen, so könnte der Film in der heutigen Zeit locker eine 16er Freigabe bekommen. Bluteffekte gibt es so gut wie keine zu sehen, die Schaufensterpuppen explodieren dermaßen steril und sind in ihrer Herkunft nur einen Hauch offensichtlicher, als wie die Schaumgummiattrappen der vielen Körperteile mit denen hantiert wird. Nicht wirklich der Überfilm, aber wer solche Genremischungen mag, der sollte sich zumindest den Anfang mit dem Augen-Gehirn im Einmachglas geben! Wenn einem da schon zu bizarr ist, der kann sich auch die restlichen 75 Minuten schenken... :-)