kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 26.08.2012
Russ Meyer macht seinen ersten Ausflug ins Genreland und nimmt sich des Wilden Westens an, um sämtliche Klischees in unkommentierten Sekundenabschnitten aneinanderzureihen: Gitarre spielende Mexikaner und dazu tanzende Senoritas mit Rose im Mund, besoffene Cowboys in der Kneipe, die nach draußen gehen, um sich zu prügeln, und Indianer, die „bububububu“ jaulend um einen Marterpfahl kreisen, mit angebundener Tittenmaus natürlich. All das inszeniert Meyer mit der Hektik und vor allem der Soundkulisse eines Warner-Brothers-Cartoons – nicht selten hat man das Gefühl, jede Sekunde taucht Willie Coyote um die Ecke, auch weil die Kulissen so herzhaft, bunt und provisorisch aussehen. „Film“ kann man das immer noch nicht nennen, aber es generiert immerhin schon mal in regelmäßigen Abständen nette Pin-Up-Bilder. Die nackte Indianerin in der Badewanne hat beispielsweise absolute Poster-Qualität.
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