Review

Eine Schriftstellerin hat nen psychischen Knacks und zieht es vor, sich zur Entspannung vom Stadtleben ein altes Landhaus zu mieten. Doch dieses Haus hat ein finsteres Geheimnis und bald wird die Frau von dessen Vergangenheit eingeholt.

Ich bin mit niedrigen Erwartungen an diesen Film herangegangen, da ich von ihm noch nie etwas gehört hatte und demzufolge keinen zeitlosen Klassiker erwartete. Zu Beginn war ich dann angenehm überrascht, da die Story recht verheißungsvoll beginnt. Man lernt die Schriftstellerin, ihre psychischen Problemchen und ihre Zuflucht, das geheimnisvolle Landhaus, kennen.
Doch mit zunehmender Laufzeit wird das Geschehen immer konfuser und langatmiger. Die Autorin wird immer von den selben Alpträumen geplagt und versucht das Geheimnis des Hauses zu lüften, wobei diese Nachforschungen in meinen Augen viel zu lang geraten sind. Außerdem kann man sich dadurch, dass man zu Beginn des Filmes einen Blick in die Vergangenheit des Hauses in Form einer Rückblende werfen kann, bereits frühzeitig einiges zusammenreimen und die Auflösung des Budenzaubers verliert an Wirkung.

Ziemlich unsinnig empfinde ich die eingestreuten Morde, deren Entwicklung entweder langweilt oder allzusehr aus der Luft gegriffen ist. So klettert unsere Madam unpassender Weise mal eben aus dem obersten Dachfenster, um somit dem herbeieilenden Retter einen frühzeitigen Tod zu bescheren. Besonders nervend lang finde ich die Jagd des Rednecks auf die Schriftstellerin, die mit einem wenig versöhnlichen Hokuspokus endet. Die auf dem Cover der DVD von Andreas Bethmanns Neuem Kontrastprogramm versprochenen unvorhersehbaren blutigen Morde sucht man jedenfalls vergebens.

Aber es ist nicht alles schlecht. Wirklich gelungen ist die düstere und unheimliche Athmosphäre, die sich durch den Film zieht. Durch den Einsatz von meist dunklen Farben und vor allem der bedrohlichen und stets passenden Musik wird ein typisches 80er Jahre Gruselflair geschaffen.

Die schauspielerisch Leistungen bewegen sich im befriedigenden Bereich, wobei niemand so richtig negativ oder positiv auffällt. Der gute alte John Carradine hat nur wenige Auftritte, neigt in diesen aber zum Overacting, doch das ist man ja von ihm gewohnt.

Insgesamt ist es kein Wunder, dass der Film relativ unbekannt ist, denn bis auf die Athmosphäre kann in diesem schnarchigen Grusler nicht viel überzeugen.

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