Handlung:
Lester, Bubi im Körper eines 40jährigen mit ca. 25jähriger Mutter, die ständig männliches Kopulationsmaterial in ihren verlotterten Wohnwagen mitschleppt und Sohnemann beim Zeichnen von Vögeln (durch Vögeln) stört, wird von seinen Mitschülern und seiner Lehrerin äußerst schlecht behandelt, läuft daher ständig verkniffen herum und hat übelste Geheimratsecken. Nur die ewas pferdegesichtige Judy hat Verständnis für ihn, doch als der verliebte Lester sieht, wie sie mit 10 Promille von einem seiner größten Feinde abgeschleckert wird, rennt er hysterisch nach Hause und wird von einem sich belästigt fühlenden Galan seiner Frau Mutter erwürgt - zu Füßen einer Vogelscheuche, in deren "Körper" sein gemarterter Geist eingeht. Seine Peiniger können sich von nun an auf was gefaßt machen...
Wahrlich kein Meisterwerk, was einem Emmanuel Itier hier beschert. Eine typische Außenseiter-Rachegeschichte, die leider nicht ohne unpassende Albernheiten auskommt. So bewegt sich die mordende Vogelscheuche meistens mit Flickflacks und anderen Sprüngen und versieht ihre Greueltaten mit platten Sprüchen. Warum so ein Film dem armen Dario Argento gewidmet wird, weiß ich nicht, aber Itier hätte seine Bewunderung für den Maestro ruhig mal produktiv verwerten sollen, indem er ein paar Lehren für sein Filmemachen aus dessen Filmen gezogen hätte. Stattdessen wird nach allen Regeln der "Kunst" billig gesläschert, was das Zeug hält. Manche Szenen sind ganz nett anzusehen, aber die Effekte sind recht billig gehalten und zwischen der zeichentrickhaft herumspringenden Vogelscheuche und dem armen 40jährigen Jüngelchen besteht nicht allzuviel glaubwürdiger Bezug. Zudem ist die Darstellung von Lesters bösem Jugendschicksal allzu langwierig geraten.
Leider habe ich mir auch die beiden Fortsetzungen ausgeliehen, die ja noch schlechter sein sollen...
Kann man sich mal anschauen, aber für meinen Geschmack deutlich zu albern und zu billig gemacht.