The Last Blood
Was haben die Freundin von Ben (Andy Lau) und der Dalai Lama gemeinsam? Beide fallen, in Singapur, auf dem Flughafen einen Anschlag durch eine japanische Terror-Gruppe zum Opfer und werden schwer verletzt. Während dieser Anschlag dem Dalai Lama galt, erwischte es Ben's Freundin eher durch einen dummen Zufall. Aber ist dies auch egal, denn nun sind beide im Krankenhaus und kämpfen ums überleben. Erschwert wird der Rettungsversuch der Ärzte durch das fehlen der notwendigen Blutkonserven da beide Verletzten a) eine sehr seltene Blutgruppe, und b) reinzufällig auch noch die gleiche haben. Der eigentliche Knackpunkt jedoch ist, dass in ganz Singapur nur 3 Spender ausfindig gemacht wurden, von denen die japanischen Terroristen 2 Stück durch weitere Anschläge schon beseitigt haben. Was erahnen lässt das der Dalai Lama um jeden Preis sterben soll! Einzig Fatboy (Eric Tsang) ist übrig und nach anfänglichen Versuchen sich von der ganzen Angelegenheit zu distanzieren, sowie dem Tod einer guten Freundin samt Familie, ist er von Rachegelüsten angetrieben bereit zu spenden und mit Hilfe von Ben, sowie dem Polizisten Ray Stone, die Terrorgruppe zur Strecke zu bringen.
Einer der ersten Regieerfolge von Wong Jing ("A True Mob Story") und gleichzeitig die Festlegung seines auf kommerziellen Erfolg ausgerichteten Stiles, was im Klartext heißen soll: "Ein paar bekannte Stars z. B. Andy Lau ("Running Out Of Time"), dann ein beachtliches Budget (was nicht heißt, dass manche seiner Filme vor einem Trash-Einschlag gefeit sind), sowie einer manchmal bizarren Mischung diverser Genres (z. B. Action, Drama, Comedy) und meist auch blutigster Gewaltausbrüche. Also wie gesagt, genau das was das hungrige Publikum, zum fressen, haben will. Mit dieser Art des Filme machen’s erarbeitete sich Wong Jing (vor allem als Produzent) eine richtige Machtposition im Hongkong'er Filmgeschäft und gehörte bis vor gar nicht langer Zeit zu den kommerziellsten Lieferanten, in Sachen HK-Film. Wie gesagt von allem etwas und oft auch ein bissel mehr. Bei "The Last Blood" ist das Hauptaugenmerk ganz klar auf die Action oder besser gesagt blutige Action gerichtet. Diverse Waffenkaliber kommen zum Einsatz und beim benutzen, eben dieser, werden ganze Sterbeorgien produziert, dass hierbei die aus den 80er Jahren bekannte Kompromisslosigkeit erreicht wird steht außer Frage. Da wird weder vor Zivilisten noch vor unschuldigen Kindern halt gemacht. Selbst die Kamikaze-Aktion eines Bad Guy's kommt ziemlich übel daher als er sich mittels UZI, im Mund, selbst das Leben nimmt. Ein bissel Martial Arts hier, etliche Verfolgungsjagden da, Explosionen, wieder Shootout's und natürlich an Dramatik kaum zu überbietende Szenen werden nur noch von den teilweise albernen Comedyeinlagen unterbrochen.
Also ein perfekter HK-Film mit all seinen typischen Elementen, der wenn sich die Chance bietet ruhig angesehen werden sollte.