Zumindest die Rückseite der DVD lügt diesmal, wie so oft bei Amateurfilmchen, nicht. Eine Mischung aus "Battle Royale" und "Running Man" soll "Slashers" darstellen. Das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf.
8 Kanditaten aus Amerika sind zu dieser Reality-Show eingeladen. Es geht um 12 Millionen Dollar. Klingt vielversprechend? Es gibt leider einen Haken: Es spielen nämlich auch 3 Psychopathen mit, die die Damen und Herren auslöschen wollen.
Die Idee finde ich gut: Der Look des Films ist sehr authentisch und nicht auf Hochglanz getrimmt, so dass die Liveatmosphäre gut rüberkommt. Die einzelnen Schauplätze sind einfallsreich gestaltet (z. B. Clownhaus, Liebesraum und Folterkammer) und ab und zu passiert es schon einmal, dass mitten im Geschehen eine Werbepause das muntere Treiben unterbricht und alle Teilnehmer, sowohl Kandidaten als auch Psychopathen, sich nicht bewegen dürfen.
Klingt interessant, oder? Leider offenbart der Film aber viele Schwächen. Die Pornosynchronisation nervt schon am Anfang, die Dialoge sind ausufernd, richtige Horroratmosphäre will trotz der Kulissen nicht aufkommen, und so dümpelt das Ganze ziemlich vor sich hin. Die Morde sind blutig ausgefallen, doch würde sogar Andrea Boccelli bemerken, dass hier Puppen verwendet wurden. Die Darsteller verdienen kaum Erwähnung, die 3 Psychopathen machen ihre Sache am besten, besonders Chainsaw Charlie und Dr. Ripper. Am nervigsten ist die Studentin (Name vergessen), welche wirklich fast den ganzen Film beleidigt dreinschaut und in fast jeder Szene heult. Genauso herunterhängend wie ihre Mundwinkel sind übrigens ihre Brüste.
Was bleibt übrig? Ein Horrorfilm mit interessanten Ansätzen, aus dem ein fähiger Regisseur viel mehr hätte herausholen können.
5 v. 10 Punkten