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Die Handlung dreht sich eine Frau aus der Schicht der oberen Zehntausend in Beverly Hills, die sich von ihrem Mann scheiden lassen will. Um zu beweisen, das sie auf ihn nicht angewiesen ist und das sie einen Beitrag zum sozialen Leben ihrer Umgebung beitragen kann, daher versucht sie sich als Helferin bei den Pfadfinderinnen um ihre Tochter.

Schon bequem das Hollywood und Beverly Hills keine 10 Kilometer auseinanderliegen, da spart man Flugkosten und kann sogar eine ganze Reihe an Gaststars und -Sternchen für kleine Cameos engagieren. Wir befinden, wie auch sonst bei dem Titel, im Reich der harm- bis belanglosen Komödien, die auch nichts anderes sein wollen, außer nett Unterhaltung anzubieten, am besten noch familientauglich. Als Motto wurde das klassische Thema eines jeden Sportfilms gewählt, in dem sich die klassischen Underdogs sich erst finden müssen, die Truppe auf Vordermann bzw. Vorderfrau getrimmt wird und dann gegen den schier übermächtigen Gegner und dessen fiese Methoden anzutreten und letztendlich zu gewinnen (was ja nun keiner vorausahnen konnte, lol).
Wir befinden und dabei in der knallhart brutalen Welt der weiblichen Pfadfinderinnen, dem endlosen Kampf beim Kekse-an-der-Tür-verkaufen und natürlich der epischen Endschlacht im Orientierungslaufen. Dazu kommt noch mit Phyllis, dem reichen aber gutmütigen Girlie Typ, eine Betreuerin, deren einziger Bezug zur Natur der Lederbezug ihrer Gucci Tasche ist. Der erste Zeltausflug wird wegen Regens kurz ins Nobelhotelhotel verlegt, was den Zorn der militanten Ober-Girl-Scout-Vorsitzenden, die zufällig auch Anführerin der Rotfedern Gruppe ist. Die beiden Treffen dann natürlich dann beim großen Schlußwettbewerb aufeinander.
Entgegen der Befürchtung mit einem Haufen nervigen Kids konfrontiert zu werden, gestaltet sich als eigentlich ganz nette Komödie. Die Kinder kann man locker tolerieren und haben sogar ein paar ganz witzige Lines bekommen. Für die Sparte Hirn aus und einfach mal berieseln lassen, ist die Girl Scout Geschichte sicher akzeptabel. Manchmal droht zwar der Kitsch Alarm, wenn Phyllis mit der eigenen Familie interagiert, denn man lebt schließlich grad in Trennung und Scheidung wartet schon. Der Plot muß natürlich auch am Ende zum Guten geführt werden. Der arme Craig T. Nelson ist offensichtlich in kurzer Zeit vom Poltergeist Helden zum Nebenplot Sidekick durchgereicht worden. Wie gesagt, kein großes Kino, aber doch ganz nett.
6/10

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