Während des Drehs eines Action-Streifens stürzt der Stuntman Greg Wilson zu Tode, weil der Karabiner-Haken, der ihn eigentlich am Helikopter halten sollte, nicht einrastet. Sein älterer Bruder Glen, der kurz darauf am Set aufkreuzt und die Leitung über das Stunt-Team übernimmt, ist jedoch nicht überzeugt, dass es sich bei der Tragödie wie behauptet um einen Unfall gehandelt hat. Tatsächlich kommen in der Folgezeit noch weitere Stuntmen bei der Ausübung ihres Jobs ums Leben. Zusammen mit der Reporterin B.J., die eine heiße Story wittert, findet Glen schließlich heraus, dass irgendjemand wohl die Dreharbeiten bewusst sabotiert... aber wieso...? "Stunts - Das Geschäft mit dem eigenen Leben" ist eine der früheren Arbeiten von Mark L. Lester, die inhaltlich ein wenig Richard Rushs drei Jahre später entstandenen "Der lange Tod des Stuntman Cameron" vorwegnimmt, jedoch keinesfalls ähnlich tiefsinnig geraten ist wie dieser und auch niemals valide Aussichten darauf gehabt hat, für irgendwelche Oscars nominiert zu werden. Basierend auf einer Story-Idee von New Line Cinema-Chef Robert Shaye (die sich vermutlich mit dem Satz "Mach' doch mal was mit Stuntmen, ey!" vollumfänglich zusammenfassen lässt) ist aus "Stunts" halt nur ein B-Movie (fast) in Roger Corman-Manier geworden, das allenfalls etwas aufwendiger und spektakulärer geraten ist... und mit dem Lester immerhin schon damals seinen Sinn für versierte Action und fettfreies Erzählen andeuten konnte, wovon in der darauffolgenden Dekade dann ja vor allem "Phantom Kommando" und die beiden "Die Klasse von..."-Streifen profitiert haben. Tatsächlich ist die relativ sprunghafte Handlung hier auch bestenfalls nur ein leidiges Mittel zum Zweck, um halt irgendeinen Rahmen für die ziemlich eindrucksvollen Stunt-Einlagen zu liefern, die teils übertrieben waghalsig daherkommen... und bei denen man sich echt fragt, was für ein Film-im-Film hier eigentlich gedreht wird. Die Krimi-Plotte selbst hingegen ist nur Makulatur, wird zudem kaum spannungsfördernd forciert und verpufft demnach leider völlig wirkungslos. Schade. Der Versuch, selbst aus den präsentierten Verdächtigen (u.a. Richard Lynch als hübsch zwielichtiger Spezial-Effekte-Man am Set) den wahren Täter auszuknobeln rentiert sich da nun wirklich nicht, aber der wird kurz vor Schluss eh fast schon beiläufig enttarnt und eine Szene später ist der Film auch schon vorbei, ohne dass man als Zuschauer überhaupt in der Lage wäre, die hinter den Morden stehende Motiviation da vollends nachzuvollziehen. Bleibt halt nur Hauptdarsteller Robert Forster, auf den man sich konzentrieren könnte, der hier ein passendes Star-Vehikel aufgetan hat und das Publikum mit seiner unaffektierten Low-key-Performance zwischen all den Radau-Einlagen noch am ehesten bei der Stange hält. Aber immerhin, wem es wirklich nur auf die Action ankommt, der wird bei "Stunts" gut bedient... also zumindest kein Etikettenschwindel.
5/10