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Abschluss der mit One Shot - Mission ausser Kontrolle (2021) eingeleiteten und dann mit One More Shot (2024) fortgeführten Reihe um einen von Scott Adkins gespielten Navy Seal in verschiedenen Aufträgen und Operationen, welche allesamt von Regisseur und kreative Kraft James Nunn gedreht wurden und als One-Take oder Plansequenz, also in einer (scheinbar) einzigen, durchgehenden Einstellung ohne sichtbare Schnitte angelegt sind. Eine schwierige Aufgabe für das Drehteam, eine logistische Initiative, allerdings auch zuweilen mit Problemen nicht nur der Handhabe bei den Dreharbeiten selber, sondern der Immersion des Zuschauers, welche aktiver bei sind als bei einer 'normalen' Montage und mehr achten und involviert sind. Die beiden ersten Filme haben das Problem durchaus gut und über weite Strecken auch recht agil – es handelt sich schließlich um das Genre des Actionfilmes bzw. Actionthrillers, welches bedient wird – und recht ideenreich und auch bewegungsreich im Umfeld gelöst; wobei auch jeweils Spannungspunkte gesetzt wurden, die gerade durch die unwegsame Konfrontation wahrscheinlicher emotional drängender wirkten als aus mehreren Einstellungen zusammengeschnitten. Vom ehemaligen Militärkomplex und dem im zweiten Teil bespielten Flughafen geht es nun hinweg in das nächste Szenario; Signature Entertainment produziert:

Eine private Militärfirma unter Führung des abtrünnigen Elliot Carter [ Steven Cree ] hat mit dem Plan, eine Atombombe in Washington zu zünden, die gesamte US-Regierung in ein Schutzversteck zusammengebracht; worauf er sie als Geiseln nimmt und mit ihren Daten das US-Raketenabwehrsystem sabotiert. Während ihm für den Zugang dazu nur noch die flüchtige NSA-Deputy Director Elena Torres [ Hannah Ware ] fehlt und seine rechte Hand Lee [ Shane Kosugi ] mit seinen Mannen flißig auf der Suche nach dieser ist, bekommt sein ehemaliger Armeekamerad Lieutenant Jake Harris [ Scott Adkins ] von Admiral Mulholland [ Dolph Lundgren ] den Auftrag, sich mit einer entsandten Spezialeinheit in das Gebäude zu begeben und die Gefahr zu beseitigen.

Von einer Terrorattacke beginnend und sich dort fortführend und steigernd, mit ersten aufgeregten Nachrichtenbilder, mit Geheimdienstgeklüngel und militärischen Wesen. Ein schnelles Prozedere, in mitten hineinführender Beginn, eine knappe Analyse, die strenge Direktive. Ein nächtliches Prozedere, ein Safe House heimgesucht in all dem Chaos, die Kamera an den Personen dran und gleichzeitig überall und nirgends, eine geschickte Eröffnung, welche den Rahmen setzt und ihn gleichzeitig begrenzt und erweitert um Figuren, Ideen und den Tatort. Auf die Vorereignisse mit leicht Bezug genommen, innerhalb von Besprechungen und Bildern auf dem Tablet und dem mobilen Telefon, ein "Something's wrong" in den ersten wenigen Minuten und die Beobachtung vollzogen. Ein präsidiales Haus als erstes Settting, die Oberen vereint und die Auserwählten, die Waffen bald gezückt und die Geiselnahme vollführt, ein Standoff im engen Kreise, "Surprise is the greatest weapon", eine düstere Bedrohung. Eine großangelegte Anlage, mit einem Politthrikker begonnen, die Schüsse beginnend und die Toten und Verletzten im Frontalangriff. 

Gehandhabt mit neu u.a. Kosugi und Lundgren in der Besetzung, beizeiten im Bilde auch und im Geschehen, die Schnitte in dem 'One-Shot'-Geschehen geschickt, wenn auch sicherlich nicht unsichtbar platziert, ansonsten durchaus fördernd in der Beteiligung des Zuschauers, der längeren Dialogszenen ebenso folgt mit ebensolchen Aktionszenen, die sich daraus ergeben und weiterführen. Auf das Ereignis am Flughafen zuweilen mehr eingehend und auch direkt daran anschließend und übergehend, hier das gesamte amerikanische Volk in Gefahr und ein "Get the job done" als einzige Option.

Eine neue Aufgabe und ein neues Team hier, von einem Dilemma kommend und prompt in das neue katapultiert, "Clock's against us", das Treiben auf Anspannung getrimmt und Vollzug, die Szenerie erweitert vom Inneren des Gebäudes auf die Außenansicht und den Angriff der Spezialeinheit hier. Nunn, mittlerweile erfahren mit dem Genre durch die beiden Vorgänger und auch anderen Arbeiten wie Eliminators (2016), zwei The Marine - Sequels für die DtV-Fraktion und dem (missglückten) Wildcat (2025) hat dabei eine leicht entfärbte Optik zu bieten, eine graue Gestaltung mit wenigen Farbsprengseln, aber immerhin viel und und stetig in Bewegung, ein erstes Heranpirschen durch den Wald an das Zielobjekt, ein "Stay on mission" jederzeit und allgegenwärtig, die Bilder dicht dran und zuweilen recht naherückend, die Zeit drängend und auch so gefilmt. Adkins, welcher sowieso in den letzten Jahren auch vermehrt als fast einziger Hoffnungsschimmer der B-Action fungierte und über den (und Lundgren eventuell noch) der Film verkauft und vermarktet wird, dabei zeitig als Bezugspunkt der Geschichte, die Figur selber sicherlich rein funktional gehalten und trotz hier auch familiärer Einbindung nicht mehr als beim Erstling schon charakterisiert oder gar analysiert. Ein Zurückwerfen auf die Körperlichkeit des Mannes und seine Präsentation als Navy Seal und Retter in der Not schlicht und ausreichend für die Identifikation und die Dramaturgie, die sowieso mehr Wert auf das technische Handwerk legt als eine etwaige narrative Tiefe.

So ist auch die politische Tragweite hier ein reines Gimmick, die Prämisse simpel und strikt, ein taktisches Vorgehen, welches auch längere Einstellungen ohne eine storytechnische Entwicklung wie eben bei dem Marsch durch den Wald bis zum Zielort bietet, ein Voranschreiten, bei dem die Kamera und die Umsetzung selber wichtiger sind als Neuigkeiten. Die Frage, ob das One-Shot-Objekt Sinn macht oder reines Experiment ist, stellt sich bei dem mittlerweile dritten Teil und dem Abschluss dessen nicht mehr wirklich, das Mittel ist nun einmal das der Wahl und gleichzeitig die Aufmerksamkeit und Hervorhebung dessen. Eine strategische Planung, die im Einzeln bei mittendrin herausgelösten Szenen in etwa Universal Soldier: Regeneration (2009) mehr Wirkung hatte durch ihren plötzlichen Akkord, hier eben auf 90 Minuten verbreitet wird und so der Gewöhnung angehört; zudem bespielt man hier mehr Fläche als in den beiden vorherigen Exemplaren, was etwas die Konzentration nimmt und die förderliche Einschränkung. Plötzliche Einflüsse von außen, die hereinplatzen oder auch Veränderungen der Perspektiven und damit der Blickwinkel sind dabei geschickt gehandhabt, können aber irritieren, zudem sind die Involvierten schon zeitnah leicht außer Atem, und wird das erste Drittel für die Vorstellung und das Infiltrieren des eigentlichen Schauplatzes genutzt. Der Aufwand des eher sichtlich preisgünstig ausgestatteten Projektes in der Logistik selber ist dabei nicht zu verachten, ein gleichzeitig trockenes Herangehen, dass seine Anspannung sicherlich aus dem strengen Dranbleiben beim Protagonisten und dem reinen Konstruieren der Bilder und der inszenatorischen Herausforderung holt und gewinnt. So müssen zwischendurch Bomben und andere Fallen entschärft werden, während man ständig auf Feindkontakt trifft oder wartet und die Anspannung der Beteiligten wächst und spürbar ist, auch wird ein zweiter Standoff im zweiten Drittel eingeworfen, werden 'live' Granaten gezündet und Angreifer eliminiert. Ein B-Picture mit selbst auferlegten Anspruch und Anstrengung, mit 'realer' Zerstörung und störungsfreier Auflösung, sich bemühend um eine Besonderheit analog zu beiden Vorgängern und diese Aufgabe auch erfüllend. Es fehlen etwas die besonderen Momente, die die beiden Vorgänger herausstechender gemacht haben, zudem wirkt man etwas ausgebrannt und ermüdend auf Dauer, die Kampfszenen (von Choreograf Tim Man) selber sind sporadisch und zweckdienlich, allerdings gerade bei den Auftritten von Kosugi auch mit mehrerlei Stunts formuliert. Ein erweitertes Bühnenstück mit Stürzen, Schießereien und Verfolgungsjagden (zu Wasser und zu Lande), sowie allseits präzisen Timing derer.

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