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Natural Born Killers - Experiment geglückt!

Mickey und Mallory Knox, zwei von Kindheit auf verdorbene Induviduen tuen sich zusammen um die spektakulärste Mordserie in der Geschichte der USA zu veranstalten. 52 Tote in zwei Wochen ist das Ergebnis dieser wahnsinnigen Hatz. Sie rufen die Medien auf den Plan, die sie durch ihre Berichte zu internationalen Superstars hypen. Doch nach einem Schlangenbiss und einer Schießerei in einer Apotheke gelingt es der Polizei, die beiden zu schnappen. Doch im Gefängnis geht das Morden weiter...

NBK ist ein sehr experimenteller Film und mutig in jeder Hinsicht. Die Story ist genauso provokant wie innovativ umgesetzt (z.B. Mallory's verkorkste Kindheit als Comedyshow á la Married with Children (nur viel extremer). Die Kamera glänzt mit einem extrem breiten Spektrum an Filtern, Linsen Farbwechseln, Bildüberschneidungen und Bildmontagen. Auch der Soundtrack bietet eine große Palette an Genres, z.B. Countrymusik, Pop und Rock. Diese waghalsige Mischung ergibt einen haluzigänen Bilderrausch, wie man ihn vorher noch nicht gesehen hat. Das Geschehen passt sehr gut zu den Bildern so z.B. in der Anfangsszene, als die Beiden in einer Highwayraststätte ein Blutbad veranstalten oder nach einem Schlangenbiss total erschöpft zur Apotheke fahren. Die Schauspieler spielen Alle sehr gut (besonders Woody Harrelson, der es schafft seinem kranken Charakter trotzdem Symphatie zu verleihen), oder Tommy Lee Jones, der als völlig verzweifelter Gefängnisdirektor nur noch Mickey und Mallodys Tod als Ziel hat. Auch Robert Downey Jr. als sensationslüsterner Reporter schaffft es, dem Film auch noch eine medienkritische Botschaft zu verleihen.

Fazit: ein sehr polarisierender Film, der leider oftmals falsch verstanden wurde. Einmal anschauen sollte ihn sich aber jeder mal, denn solche außergewöhnlichen Filme werden nicht alle Tage gedreht.

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