Ein Mann aus der Provinz kommt nach Shanghai und macht sich dort einen Namen in der Unterwelt.
Chang Cheh drehte mit dem "Boxer/Pirat von Shantung" soweit ich weiß seinen ersten Kung-Fu-Film (zuvor ausschließlich Schwertkämpfer-Filme wie die One-Armed-Swordsman-Streifen u.a.). Diese Vergangenheit sieht man dem Werk auch an, was jetzt nicht negativ verstanden werden sollte. Es handelt sich hierbei um einen der blutigsten Kung-Fu-Filme die ich bislang gesehen habe. Dabei geht es erst sehr ruhig los:
Der erste Teil des Films wurde als Gangsterdrama gestaltet, in dem es zwar zu Kämpfen kommt, die aber relativ unspektakulär sind. Vom geschliffenen Stahl hat sich Chang Cheh jedoch nicht verabschiedet (Äxte und Messer sorgen für die rote Farbe, die bei diesem Regisseur nicht fehlen darf).
Zum bluttriefenden (selten trifft dieses Wort so gut zu wie hier) Finale kommt es in einem Teehaus und es wird schnell klar, dass Quentin Tarantino bei Kill Bill Vol. 1 von diesem Filmende überaus stark beeinflusst wurde. Aber nicht nur bei Tarantino hat der Boxer Spuren hinterlassen, auch bei John Woo, der Chang Cheh in diesem Film assistierte. Klar zu erkennen sind die Züge des "Heroic Bloodshed". Für den blutigen Action/Gangsterfilm kommt dem Film demnach eine gewisse Vorreiterrolle zu. Einziger Negativpunkt sind einige Kampfszenen, denen man die Schwertkampfvergangenheit des Regisseurs zu sehr ansieht und die für einen Kung-Fu-Film etwas zu hözern wirken. Das Finale entschädigt aber auf ganzer Linie.
Fazit: Ein ganz klarer Klassiker des asiatischen Kinos, der den Actionfilm bis heute prägt.