Review

Inhalt:

Der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Ma Yung Chen (Chen Kuan Tai) kommt mit seinem Freund Xiao (Cheng Hong) nach Shanghai. Er will aus der Armut heraus und fühlt sich zu höherem berufen. Doch aller Anfang ist schwer, er und sein Freund spüren auch in der großen Stadt, wie schlecht arme Leute behandelt werden, und die beiden müssen niedere Arbeiten verrichten.

Da lernt Ma den Gangster-Boss Tan Si (David Chiang) kennen, und er sieht, wie weit man es als Gangster bringen kann. Tan Si wird sein Vorbild.
Er legt sich mit den Gangstern der Stadt an, vor allem mit den "3 Meistern" (Tien Ching, Feng Yi, Ku Feng) die unter Führung des Gangster-Bosses Yang (Chiang Nan) stehen.
Er bietet diesen zunächst erfolgreich die Stirn und erlangt ein kleines Revier, es geht vornehmlich um Glücksspiel.
Doch Ma überreizt..., er will seine Macht noch weiter ausdehnen...

Tan Si wird derweil von den "3 Meistern" getötet. Ma schreckt das nicht, es kommt zum finalen Show-Down... mit ihm und allen Gangstern Yang´s..., während sich Xiao und einige letzte Getreue mit der Eisenbahn aus Shanghai absetzen können......

Fazit:

"Boxer from Shantung" ist einer der blutigsten Filme die ich je sah, und den das Studio der Shaw Brothers je gedreht haben dürfte. Die Fights gefielen mir, sie wurden je länger der Film dauerte, immer besser. Chen Kuan Tai..., er kämpft anders als die meisten KungFu-Stars, sehr viel Faustkampf.

Das Finale, es ist fast quälend lang und derartig blutig. Chang Cheh erspart dem Betrachter hier äußerst wenig. Darüber hinaus muss man sagen: Dies ist Chen Kuan Tai´s FILM! Er spielt hier mit äußerster Intensität alle an die Wand, selbst David Chiang, der aber in diesem Film nur eine verhältnismäßig kleine Rolle hat.
Als Ma´s Bandenmitglieder den Schauplatz des Show-Downs erreichen..., stehen sie nur fassungslos vor einem Haufen von zig Leichen..., wer hatte da keinen Kloß im Hals...?

Der Film ist äußerst spannend, und diese Spannung wird von Chang Cheh langsam, ja behutsam, aufgebaut, mir gefiel dieser subtile Spannungs-Aufbau, immerzu fragt man sich, wie geht es weiter, geht das mit Ma überhaupt gut..., die Zahl der Feinde ist doch viel zu groß!
Das Finale..., dies als kleine Kritik, es hätte nicht soo lang sein brauchen, zumal am Ende das Tempo nachlässt und man immer mehr Mitleid mit dem Helden (Anti-Helden?) bekommt...

Doch für mich ist "Boxer from Shantung" mehr als nur ein KungFu-Action-Film vom Reißbrett der Shaw Brothers. Dieser Film hat etwas von einer Character-Studie... über einen Mann, über dessen Aufstieg und Fall..., ein Mann der letztendlich an seiner Selbstüberschätzung zu scheitern droht, auch wenn er über einen unbändigen Überlebenswillen verfügt. Und das macht diesen Eastern so sehenswert.

Ich vergebe knappe 9/10 Punkte für diesen Klassiker der Shaw Brothers.

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