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Genialer Thriller von Bryan Singer...
Nach einer blutigen Schiffskatastrophe, die nur 2 überlebten und hinter der Zollinspektor Kujan (Chazz Palminteri) einen großangelegten Drogendeal vermutet, erzählt Roger „Verbal" Kint (Kevin Spacey), einer der beiden Überlebenden seine Geschichte. Vor ein paar Wochen verdächtigte die Polizei Roger und 4 andere Kriminelle, Dean Keaton (Gabriel Byrne), McManus (Daniel Baldwin), Hockney (Kevin Pollak) und Fenster (Benicio del Toro), einen mit Waffen vollgeladenen LKW gestohlen zu haben. Um der Polizei eins auszuwischen, lassen die 5 Verbrecher einen geheimen Taxiservice, der von korrupten Bullen geleitet wird, die bekannte Drogenhändler und Schmuggler für Geld chauffieren, auffliegen. In Folge dessen kommen sie mit verschiedensten Personen in Verbindung, wie mit einem Kumpel von McManus, der den Verbrechern weitere Aufträge gibt. Dadurch stoßen sie auf den Anwalt Kobayashi (Pete Postlethwaite), der im Auftrag des ominösen Keyser Soze die 5 kontaktiert. Sie sollen einen Deal zwischen Sozes Konkurrenten, der in 3 Tagen auf einem Schiff stattfinden soll, stören, weil alle in der Schuld von Keyser Soze stehen, da sie ihn alle mal unwissen bestohlen haben. Doch der Deal endete in einem Blutbad...
„Die üblichen Verdächtigen" ist wieder einmal ein Film, der größtenteils in Rückblenden erzählt und von einer einzigen Person, in diesem Fall Verbal Kint, vorgetragen wird, wie es ja öfters der Fall ist. Doch dieses geniale Meisterwerk übertrifft alles andere zuvor Dagewesene. Bis ins allerletzte Detail wird hier die Story erzählt, ohne nur eine Sekunde langweilig zu werden. Man muss höchste Konzentration aufweisen, um den Film überhaupt zu verstehen, denn es treten sehr viele verschiedene Personen auf, die alles was miteinander zu tun haben. Normalerweise erwartet man wegen solch einer Story einen Film mit Überlänger, aber Bryan Singer schafft es, detailtreu und dennoch kurzweilig und genau dem Zuschauer das Geschehen rüberzubringen.
Kevin Spacey spielt seine Rolle großartig, man könnte echt meinen, er trägt in echt solch eine Behinderung. Nicht zu Unrecht hat er für seine Darstellung des Verbal Kint den Oscar gewonnen. Und auch den anderen Schauspielern ist höchstes Lob auszusprechen, ihnen ist es zu verdanken, dass „Die üblichen Verdächtigen" bis zur letzten Sekunde spannend bleibt. Bei keinem merkt man eine falsche Mimik, die ihn als Keyser Soze verraten könnte. Deswegen weiß man auch bis zum Schluss nicht, wer hinter der berühmten und gefürchteten Person des Keyser Soze steckt. Doch das zu verraten, komme einer Todsünde gleich, da soll lieber jeder selber von Anfang an mitraten.
Ein weiterer Pluspunkt dieses Meilensteins ist, dass er, im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen, jedesmal besser wird, wenn man ihn ansieht. Wo normalerweise andere Filme langweiliger werden, wird „Die üblichen Verdächtigen" jedesmal besser, da man da erst so richtig merkt, wie perfekt inszeniert und konstruiert das Ganze ist.
Ich kann den Film jedem ans Herz legen, man muss ihn auf jeden Fall gesehen haben, denn man hat es mit einem Film zu tun, der einmalig ist und zu den besten seines Genres zählt! 9/10 Punkte

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