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Der Film 'Die üblichen Verdächtigen' wird größtenteils in der Rückschau vergangener Ereignisse erzählt. Hauptpersonen dabei sind der Krüppel Verbal Kint (Kevin Spacey) und der Zollinspektor Kujan (Chazz Palminteri). Der Sprung immer wieder zurück in die Vergangenheit und das Verhör von Kint durch Kujan verleihen dem Film eine rasante Geschwindigkeit.

Über die Story wurde schon einiges geschrieben, weshalb ich mich auf den Film selbst und die Darsteller bzw. den Regisseur beschränken möchte. Kevin Spacey hat für seine Rolle des Verbal Kint zu Recht den Oscar gewonnen. Unglaublich, wie er verletzlich, kaltblütig, cool, ängstlich und vieles mehr gleichzeitig ist. Sein Gegenspieler Kujan wirkt dagegen immer etwas angespannt. Aber vielleicht sollte das ja auch so sein.

Die anderen Kriminellen werden von Stephen Baldwin, Gabriel Byrne, Kevin Pollak und Benicio del Toro gespielt. Baldwin spielt den völlig bekloppten Profi-Räuber McManus ausgezeichnet; sein Partner Fenster wird von del Toro gespielt. Leider hatte der Gute nicht seine beste Zeit, als der Film gedreht wurde. Er kommt irgendwie blass rüber. Anders dagegen Gabriel Byrne als Ex-Cop Keaton, der sozusagen der Kopf der Band ist. Oder ist er es doch nicht? Jedenfalls ist nichts wie es scheint!

Regisseur Bryan Singer hat es hier ausgezeichnet verstanden, Action-Szenen mit einer spannenden, brillianten Story zu kombinieren. Herausgekommen ist ein Film, den eigentlich jeder einmal gesehen haben sollte. Ich fand ihn jedenfalls spannend bis zum Schluss und habe mir schon so meine Gedanken gemacht, wer denn jetzt die Verbrecherlegende Keyser Soze ist. Auf die tatsächliche Lösung bin ich jedenfalls nicht gekommen.

Da leider einige Hauptdarsteller recht farblos spielen, reicht es für 'Die üblichen Verdächtigen' nur zu 9/10.

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