Filme wie „In China essen sie Hunde“ machen es leicht, im Umfeld auch wenig spektakulär klingende Streifen wie „Dänische Delikatessen“ erfolgreich mit zu vermarkten. So habe ich diesen Film mit großer Erwartungshaltung erworben. Diese wurde aber in weiten Bereichen enttäuscht.
Was hatte ich erwartet? Eine schwarze Komödie mit ausgefallenen Charakteren und einer unkonventionellen Story. Nun, lustig ist dieser Film nur ansatzweise (wenn man von dem Akt des Verwurstens als größtmögliche Erniedrigung absieht). Und schwarz schon gar nicht. Mir fallen auf Anhieb einige Filme ein, die Kannibalismus schlüssiger in einer Komödie umgesetzt haben. Es sei auf „Eating Raoul“ oder „Eat the Rich“ verwiesen.
Ausgefallene Charaktere bietet der Film schon. Aber leider wenig glaubwürdige. Die beiden Schlachter sind etwas zu blass dargestellt, dafür ist der behinderte Bruder maßlos überzogen. Und sämtliche Nebencharaktere sind schlicht banal. Hier wurde leider eine wesentliche Stärke der bekannten dänischen Filme nicht ausgenutzt.
Kommen wir zur erhofft unkonventionellen Story. Sie ist müde und vorhersehbar. Und leidet massiv unter dem Ende. Ich will bei einem Film über Kannibalismus keine rührseligen Komponenten über Bruderliebe und Beziehungsdramen sehen. Dann kann ich auch Rosamunde Pilcher ansehen. Ich will nur unterhalten und überrascht werden. Leider ist „Dänische Delikatessen“ phasenweise einfach nur langweilig.
Ich will nicht abstreiten, dass dieser Film durchaus einem anderen Publikum gefallen kann. Ich selbst hatte entschieden mehr erwartet und wurde maßlos enttäuscht. Deshalb gibt es von mir auch nur 3 von 10 Punkten.