Review

Joe D‘Amato der schnelle Finger an der Kamera fabrizierte in den 80ern den einen oder anderen Skandalfilm, bevor er sich komplett dem Pornofilm hingab. Sein „Absurd“ aus dem Jahre 1981 - unter dem Pseudonym Peter Norton abgedreht, ist vielleicht nicht ganz so skandalträchtig wie „Sado“ oder „Man-Eater“, aber für ein hiesiges Verbot hat es dann doch noch gereicht.

Eine amerikanische Kleinstadt (ja, wer es glaubt) wird auf Trab gehalten, denn ein Strahlemann macht die Gegend unsicher und killt jeden, der ihm vor die Finger kommt. Als er Zuflucht in einer kleinen Villa sucht, kommt es zwischen ihm und einem an das Bett gefesselten Mädchen zum Showdown.

„Absurd“ gehört sicherlich nicht zu den großen Werken des Horrorfilms und auch für Vielfilmer D’Amato gehört er nicht zu seinen besten Filmen, aber immerhin zu seinen bekanntesten. Hauptgrund hierfür sind die blutigen selbstzweckhaften Splatterszenen, die hier zelebriert werden.

Egal ob Bohrer in den Kopf oder mit der Fleischsäge in den Schädel, hier gibt es die volle Kelle, jedenfalls für den damaligen Standard. Heutzutage schocken die leicht zu durchschauenden Effekte niemanden mehr. Kultig ist der Film jedoch immer noch. Zum einen weil der „Man-Eater“ George Eastman erneut als Killer anheuert und zum anderen, da die Stimmung des Films charmant billig daherkommt.

Ansonsten kann der Film, der auch oftmals als indirekte Fortsetzung zu „Man-Eater“ gehandelt wird, nicht viel reißen, denn die Story ist erstaunlich dünn und noch weniger spannend. Nur die knackigen Dialoge heben die Stimmung bis zum nächsten Roteinsatz. So ist es höchst amüsant, dass der Film um jeden Preis auf Amerika getrimmt wurde. Es wird American Football geguckt, der Cop ist nur am Quarzen als käme er aus der Bronx und am Abend bei Freunden gibt es dann doch nur Nudeln mit Soße. Obendrauf flitzt George die ganze Zeit über mit einem irren Gesichtsausdruck über den Bildschirm, dass sich die Balken biegen. Einfach nur super.

Fazit: „Absurd“ ist plumpes Horrorkino, ohne wirklichen Sinn und Verstand. Für Freunde der good old years of gore ist der Streifen jedoch Pflicht. Alle anderen können gut und gerne die Biege machen.

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